Titelseiten: Illustrierter Radsport 1950 bis  1951,  (Die) Radsport- Woche 1952 bis 7/1962, Der Radsportler bis 1991

Die  "Radsport-Woche"   erschien  am 3. November  1953  das erste Mal, wurde ab 1961 optisch  verändert  und Mitte 1962 aus Papiermangel eingestellt.                                                             Bis zum Jahresende  erschienen  zunächst eine "Ausgust-Son-derausgabe"  und  danach für den Rest des  Jahres zwei dünne Mitteilungsblätter pro Monat als "Der Radsportler". Auch dieser  wurde in  Aussehen  und  Format  noch  einigen   Änderungen unterzogen. Diese  DDR-Radsportzeitung  hat  ihr  Erscheinen, sicher als Folge der "Wende" 1991 eingestellt.

Als Vorläufer erschien ab 1947 in der Vier-Sektoren-Stadt Berlin das achtseitige Nachkriegs-Fachblatt (Expreß-Verlag Berlin, Mohrenstraße 36/37) der "Illustrierter Radsport-Express", herausgegeben von der Kommission für Berufsradsport und der Hauptsparte Radsport. Nach Gründung der DDR am 7. Oktober 1947 folgte im Juli 1950 auf 12 Seiten der "Illustrierte Rad-rennsport". Ab März 1951 fusionierte man in der Zeitung den Rad- mit dem Motorsport und benannte sie nun um in "Illustrierter Radsport und Motorrennsport".  In den ersten zwanzig Jahren des 20. Jahrhunderts war dieser Trend entstanden, als viele ältere „bürgerliche" Radsportler auf die sich zunehmend verbesserten „Motor-Zweiräder", aus denen dann die Motorräder hervorgingen, „umsattelten". Die Fahrradfirmen, in Brandenburg Brennabor, Excelsior  u.a. nahmen diese Fahrzeuge in ihr Produktionssortiment mit auf. Als „sportliche Veranstaltungen" mit diesen neuen Maschinen wurden u.a. Langstrecken-Zuverlässigkeitsfahrten mit Zeitkontrollposten veranstaltet, z.B. Frankfurt a. Main – Berlin, an deren Organisation vor allem die damit vertrauten Radfahrer-Vereine beteiligt waren. Bei Bahnrennen der Berufsfahrer gab es häufig nach den Rennen der Dauerfahrer-Gespanne extra Rennen für die Schrittmachermotoren über 10 bis 20 km, die  sicher durch ihr "Geknattere" auch akustisch viel Aufmerksamkeit  fanden.            

Doch diese "ungleiche Ehe" hielt in den fünfziger Jahren nicht mehr lange! Die beiden Sportarten hatten sich doch zu weit  auseinander gelebt. Man trennte sich wieder, und so folgte ab Februar 1952 die Umbenennung in "Illustrierter Radsport". 

Im November 1953 gab es abermals ein neues Aussehen mit einer Namensänderung in "Die Radsport-Woche", Ab Nr. 2 fiel  das "Die"  weg, und übrig blieb nur noch die "Radsport-Woche". Dann erfolgte im März 1954 die nächste Verwandlung im Aussehen. Der Anblick der Titelseite wurde moderner und windschnittiger durch Buchstaben, die sich offenbar schräg mit hoher Geschwindigkeit gegen den Wind legten, eine schöne Metapher zum schnittigen Radsport.

Ab Januar 1961 erhielt die Zeitung unter Beibehaltung des Namens wieder ein eher schlichtes Aussehen.

Nach der Ausgabe Nr.31 im Juli 1962  mutierte unser Radsportzeitung zum "Der Radsportler", ein Heftchen mit vier  Blättern, welches zunächst als Sonderheft ein- bis zweimal pro Monat erschien. Daraus  entwickelte sich dann ab 1963 wieder eine richtige Zeitung, die bis zum Einstellen ihres Erscheinens 1991 noch mehrmals das Aussehen änderte.

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Auf diesen  Internetseiten stelle ich  mein  sportliches Hobby vor und berichte über Radsportthemen im Jedermann-Bereich in und um Brandenburg a.d.Havel