Radsportliche Meldungen 2016 in unserer Region

Siegerehrung bei der WM im Straßenradsport der Amateure 1960 auf dem Sachsenring: Schur, Eckstein, Vandenberghen von links nach rechts, gesehen in unserem "Rembrandt" von 1956.

 

 

Februar 2016

Herzlichen Glückwunsch Täve  zum 85!

 

Am 23. Februar 2016 feierte die DDR-Radsportlegende, Gustav-Adolf-Schur, besser bekannt als „Täve“, in Heyrothsberge bei Magdeburg seinen 85. Ge- burtstag. Mit unbändiger  Energie, Ausdauer und großer Willenskraft  schaffte er in den 50ziger Jahren des letzten Jahrhunderts den berühmten Sprung vom Tourenfahrer zum Weltmeister. Er  war der letzte*  Radrennfahrer, der für (s)einen Magdeburger  Verein „BSG Aufbau Börde“  fahrend,  große nationale und internationale Rennen gewann. Fast alle DDR- Straßenklassiker sahen ihn ein- oder mehrmals  als Sieger, und er  war mehrfacher DDR -Meister, zweimaliger Friedensfahrteinzelgewinner  und  Amateurstraßenweltmeister 1958 und 59.

Den Höhepunkt seiner „Karriere“ erlebte er dann allerdings  ab 1956 beim  SC Wissen-schaft DHfK  in Leipzig und wurde ab dann in den Statistiken als „Leipziger“ geführt!  

Sein  „größter Sieg“, so  verriet er in einem MAZ-Interview, sei  sein zweiter Platz bei der Straßenweltmeisterschaft  1960 auf dem Sachsenring gewesen. Statt eines Kampfes auf „ Biegen und Brechen“ um den „Hattrick“  nach WM-Sieg  1958 und 59, ließ er in der entscheidenden Endphase des Rennens den Landsmann und Klubkameraden  Bernhard Eckstein  ziehen und blieb bei dem  einen Augenblick zweifelnden starken Belgier,  Willy Vandenberghen,  den  er  im Schlussspurt  mit letzter Kraft noch auf Platz 3 verwies.

Ich saß damals vor unserem  Fernseher Marke  „Rembrandt“ und kann mich noch gut an diese Dramatik erinnern!

 

*spätere, sehr erfolgreiche "Magdeburger" wurden schon im Kindes-oder Jugendalter in auswärtige Sportklubs delegiert und finden sich in Statisken dann unter den Städtenamen der Klubs.

März 2016                                               "Radkampf Brandenburg" will die Saison am 28.3.2016  mit dem "1. Lehniner Hasenrasen" eröffnen.

April 2016

 

EZF beim 12. Sattelfest in Altlandsberg

Am 24.4.2016 fand das traditionelle 4 km-Sprint-EZF als „Großer Preis der Stadt Altlandsberg“ statt. Es war wieder alles bestens organisiert von den ortsansässigen „Velofanatics“ und ihren Helfern mit einem Wetter, das schlechter war als erhofft, aber besser, als befürchtet! Dass es kalt werden würde, hatten die „Wetterfrösche“ ja unmissverständlich prognostiziert, und dagegen konnte man somit etwas tun. So waren trotzdem weit über 100 Teilnehmer angereist. Bis auf die letzten etwa 10 Starter, bei denen sich die äußeren Bedingungen zunehmend verschlechterten, hatten alle etwa die gleichen Probleme – besonders mit dem kalten, mäßigen Nordwest-Gegenwind auf dem Rückweg.

Die Frage war nun, ob Enrico Heinowsky es gelingen würde, seinen Vorjahressieg zu verteidigen. Beinahe hätte er es mit 5:00.262 Min. geschafft! Doch Silvio Pusch hatte schon vor ihm die Schallmauer von 5 Min. mit 4:59.282 Min. durchbrochen. Er war damit nicht zu schlagen und wurde 2016 mit einem Schnitt von gut  48 km/h der Sieger.

In allen Altersklassen gab es bei guter Beteiligung ansprechende sportliche Leistungen, die in den Ergebnislisten des MOL Cups nachgelesen werden können.     

 

Besonders erwähnenswert ist die Leistung des erst 17jährigen Dominic Weinreich von BSC Süd 05 Brandenburg, der als Jugendlicher eine phan- tastische Zeit von 5:09:701 Min. fuhr und damit schon jetzt eine klare Ansage an die Konkurrenz für die Zukunft machte!

 

Es folgen noch ein paar private Bilder.

Mai 2016

Starke Leistungen  beim  12. „Rietzer Einzelzeitfahren“

 

Die Organisatoren um Holger Jurich hatten ein glückliches Händchen damit, den Termin für das 12. EZF  auf den 1. Mai zu legen, da in diesem Frühjahr das Zeitfenster für gutes und schlechtes Wetter, extrem klein zu sein scheint. Vor ein paar Tagen in Altlandsberg mussten wir das frierend erfahren. Aber wer weiß das bei der Planung immer schon so genau!                                      Die Vorbereitungen waren, wie schon seit Jahren gewohnt, nahezu perfekt, weil sich aus den Machern, Helfern und Sponsoren inzwischen eine effiziente Symbiose entwickelt hat. Hinzu kommt auch die lebhafte Anteilnahme der Rietzer Bevölkerung an der Rennstrecke, welche durch stimmungsvolle Anfeuerung die meistens schon an ihrem Limit fahrenden Aktiven enorm motivieren, auch noch das Letzte aus sich heraus zu holen. An Start und Ziel kam im Lauf des Vormittags die schon gewohnte fröhliche Volksfeststimmung auf, weil hier auch wieder umsichtig für das leibliche Wohl gesorgt wurde. Auch die Hopseburg für den Nachwuchs von morgen war wieder aufgebaut. Trotz des kühlen, mäßigen Nord-Ost-Windes schaffte es Klärchen bald, für angenehme  Temperaturen zu sorgen, sodass die „Muskelmotoren“ eine optimale Betriebstemperatur entwickeln konnten.                        

Nachdem  traditionell ein Mann der „Freiwilligen Feuerwehr Rietz“ und der bekannte „Vierer“ die Strecke symbolisch frei „gefahren“ hatten, dufte der 17jährige Maxim Colomeet den Reigen eröffnen und musste dabei mit Platz  138 gleich erfahren, wie „hoch in Rietz die Trauben hängen“. Also kann es für das nächste Jahr nur heißen: Trainieren, trainieren, trainieren, lieber Maxim.  Es waren 158 Starter ge- meldet, von denen 144 von der Rampe abgerollt sind, aus Gründen der Spannungs-steigerung immer die erwartungsgemäß stärksten Fahrer zum Schluss. Und das sollte auch in diesem Jahr wieder das richtige Rezept sein, bezogen auf den Sieger. Einer aber brachte dieses Konzept relativ früh mit Startnummer 36 etwas durcheinander. Der junge Dominic Weinreich(1998) hat im Verlaufe des vergangenen Jahres  einen derartigen Leistungsschub entwickelt, dass er relativ frühzeitig 15:54.95 Min. mit einem Schnitt von 44,48 km/h für die 11,8 km-Strecke vorlegte. Jetzt schienen bereits schon „alle Messen gesungen“.

Als nun die letzten 20 Starter nach und nach in das Ziel stürmten, erschienen viele Superzeiten auf der elektronischen Anzeigetafel, Zeiten, mit denen man in den Anfangsjahren gut und gern der Sieger gewesen wäre – aber: Tempora mutantur! Doch dann war es soweit. Philipp Schalinski, der in Altlandsberg schon seine tolle Frühform unter Beweis gestellt hatte, schoss als Achtletzter mit 15:39.34 Min. keuchend ins Ziel. Das war die Führung mit einem neuen Streckenrekord!! Die nächsten Sechs, die dann folgten, waren 2015 noch vor ihm eingefahren, und sie fuhren erneut Spitzenzeiten. Aber alle blieben hinter Philipp. So, das war‘s.  Doch da flog schon Sascha Dittfurth, der Titelverteidiger der letzten Jahre,  auf seinen letzten 200 m förmlich ins Ziel. Die Uhr blieb bei 15:23.23 Min. stehen und wieder einmal hieß der Sieger mit erneutem Streckenrekord: Sascha Dittfurth.

Besonders erwähnen möchte ich noch Sam Sandten, die bei den Frauen in sagenhaften  17:29.21 Min. siegte und Wolfgang Wittchen, der nun neu in der Klasse M60 u- älter  aufgetaucht ist, dort mit 16:55.05 Min. (41,9 km/h) gewann und damit neue Maßstäbe bei den „alten Herren“ setzte. Angesichts solcher Leistungen ist es auch nicht verwunderlich, dass einige Politiker schon mal als nächsten Schritt die Rente mit 70 avisieren!  Ein weiteres Phänomen ist Bernd Lüneburg (1962) 16:47.74 Min., der es einem guten Wein gleicht tut --- je älter, desto besser!

Veränderungen der Zeiten von Siegern und Platzierten seit dem 3. Rietzer EZF über 11,8 km.

Jahr *

Sieger

10. Platz

20. Platz

30. Platz   40. Platz   50. Platz

2007

16:51

18:48

19:20

20:07         21:07         22:24

2008

17:25

18:20

19:34

20:08         20:36         21:11

2009

17:03

18:14

18:51

19:30         19:47         20:12

2010

17:02

18:07

18:45

19:14         19:29         19:54

2011

16:21

17:25

18:06

18:28         18:43         19:04

2012

16:40

17:30

18:15

18:42         19:01         19:24

2013

15:41

17:11

17:45

18:27         18:40         18:50

2014

16:02

17:34

17:56

18:25         18:52         19:07

2015        15:41        16:44       17:23       17:47          18:14        18:47

2016        15:23        16:48       17:21       17:37          18:07        18:36   

 

Zahlen (Min./Sec. gerundet) wurden den offiziellen  Ergebnislisten entnommen

Auch 2016 ist der Trend zu beobachten, dass das Leistungsniveau in Spitze und Breite weiterhin steigt. Daraus lässt sich schließen, dass zu mindestens die hier Betrachteten aus dem ersten Drittel der Ergeb-nislisten sportlich hoch  aktiv sind und ihr Training in Vorbereitung auf das EZF von Jahr zu Jahr etwas intensivieren.

Hier noch einige private Fotos.

Ergebnisse nach Altersklassen:

Ak. M18-39 J.

Platz

Name

Vorname

Jahrgang

Ort

Zeit

1.

Dittfurth

Sacha

1986

Brandenburg

00:15.23.23

2.

Schalinski

Philipp

1988

Brandenburg

00:15:39.34

3.

Weinreich

Dominic

1998

Brandenburg

00:15:54.95

                                                 Ak.M40-49 J.

1.

Lieseke

Mario

1991

Wusterwitz

00:16:12.96

2.

Waldeck

Thomas

1974

Lehnin

00:16:22.47

3.

Stolle

Rene

1975

Deetz

00:16:32.12

                                                 Ak.M50-59 J.

1.

Lüneburg

Bernd

1962

Brandenburg

00:16:47.74

2.

Boost

Peter

1964

Wittenberg

00:16:58.64

3.

Kruppa

Uwe

1963

Brielow

00:17:47.16

                                                 Ak.M60 J. und älter

1.

Wittchen

Wolfgang

1956

Kamenz

00:16:55.05

2.

Baars

Fritz

1947

Brandenburg

00:18:27.35

3.

Hagen

Thiele

1953

Berlin

00:18:27.70

                                                Ak.W18-39 J.

1.

Sandten

Sam

1988

Stahnsdorf

00:17:29.21

2.

Roscher

Theresa

1986

Berlin

00:18.45.12

3.

Janeck

Maria-Th.

1990

Brandenburg

00:19.26.18

                                                Ak.W40-49 J.

1.

Kischlat

Nadin

1976

Werder

00:18:55.64

2.

Höntze

Mareen

1975

Brandenburg

00:19:36.28

3.

Niendorf

Ariane

1972

Brandenburg

00:20:51.90

                                                 Ak.W50-59 J.    

1.

Vogel

Beate

1957

Damsdorf

00:25:15.38

 

 

5. Juni 2016

Dominic war der Dominator!

 

7. „Rund um den Alten Weber“ war ein voller Erfolg.

 

„Brütende Hitze“ hieß die Begleitmusik zum „Alten Weber“, der in diesem Jahr zum 7. Male ausgetragen wurde. Gleich vorweg: Ein großes  Lob gilt den Organisatoren. Henry Bertz, der Chef von Süd 05 und sein eingespieltes Team, werden von Jahr zu Jahr besser. Den vielen Sponsoren sei auch herzlich gedankt.

Eine Neuerung war die Verlängerung der Strecke für die beiden Rundstreckenrennen. Das war eine gute, überfällige Entscheidung. Damit wurde die Übersichtlichkeit der Rennen deutlich verbessert, wenn auch der individuelle Leistungsunterschied in den Feldern Überrundungen nicht völlig ausschließen konnte, da inzwischen auch Lizenzfahrer bei den Rennen zugelassen werden.

Den Auftakt machten im Rennen 1 die beiden Gruppen der Männer unter 50 Jahre.  Hier siegte bei den jüngeren Christian Härtwig in 34:04.16 Min. vom Radteam Cöpenick und bei den Älteren, Denny Schewe von OSC Cycling Team Potsdam mit einem Schnitt  knapp über 41 km/h  für die 24 km. Robert Richter von Süd 05 machte mit dem 2. Platz hinter Härtwig und mit Platz 4 Torsten Lieseke Süd 05 hinter Hauff Altlandsberg, Stolle OSC Cycling Potsdam und Chr. Baars Radkampf Brandenburg  dem veranstaltenden Verein alle Ehre. Im Rennen 2 der Männer 50 und älter und Frauen stellten sich 29 Akteure dem Starter. Uwe Kruppa machte das Rennen von Anfang an schnell. Mit teilweise 50 km/h selektierte er, unterstützt von anderen, das Feld schnell in Grüppchen. Letztendlich führte er auch die Teilnehmer dieses Rennen in 37:17.19 Min. vor Clemens Passler von Grebser Cycling Team über den Zielstrich, was einem Schnitt von 38,6 km/h entsprach. Bei den alten Herren siegte Ronald Bertz von Süd 05 Brandenburg in 37:18.32 Min. vor dem oft erfolgreichen Peter Gasterstädt PSV –Racing-Team Berlin 37:18.91 Min. Mareen Höntze Süd 05  siegte bei den Frauen vor Nadin Kischlat Grebser Cycling Team.

Danach durfte unser Radsportnachwuchs auf die Strecke. In den drei Klassen gab es schöne Rennen und lässt für die Zukunft hoffen. Die Ergebnisse sind auf der Homepage von Süd 05 nachzulesen.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war aber das Kriterium über 25 Runden mit Wertungssprints um die Punkte in jeder 5. Runde. Hier waren vor allem „Jedermänner“ am Start, die oft seit Jahren erfolgreiche Radsportler und teilweise Lizenzfahrer im (B.D.R.) sind. Die große Spannung lag für mich und natürlich für die „Südler 05“ darin, ob der Hoffnungsträger, Dominic Weinreich (18), nach dem dammbruchartigen Weggang der meisten Leistungsträger vor 2 Jahren, die Fahne schon ein bisschen hoch halten konnte. Er hatte er als Jugendfahrer schon für Furore gesorgt, als er sich vor 2 Jahren von einem leistungsstarken Fahrer des Männerbereiches nicht abschütteln ließ. Inzwischen hat er sich den Verein Süd 05 angeschlossen und wird von Ronald Bertz, der auch das damalige Talent in den achtziger Jahren, Cedryk Riess, zu großen Erfolgen geführt hat, gefördert und betreut.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Dominik machte nicht nur seinem Namen alle Ehre ( kommt von beherrschen), sondern er war der Hecht im Karpfenteich. Durch das hohe Anfangstempo zerfiel das Feld bald in Gruppen, Grüppchen und Einzelfahrer. Auch schmerzliche Überrundungen mussten bald einige Fahrer erdulden. Ab Mitte des Rennens hatte sich eine starke Spitzengruppe mit  Scholz, Schalinski (Radkampf), Schewe, Stolle (OSC Cycling) und eben D. Weinreich herausgebildet. Adrian Scholz erspurtete zwar noch tüchtig Punkte, dem finalen Angriff von Dominic hatte  aber auch  er nichts mehr entgegen zu setzen. Dieser zog  wie ein Komet ab und zeigte seinen namhaften Begleitern nur stumm auf sein Hinterrad. An der Strecke kam sichtlich Freude, ja Begeisterung auf. Ich glaube fest daran, dass dieser Dominic den radsportlichen „Marschallsstab in Tornister trägt“ und in den nächsten Jahren das Podium okkupieren wird. Dominic mach weiter so!!!

Juni 2016

In Memoriam: 

Erwin Rüdiger, geb. am 22.2.1929, verstorben am 28.6.2016.

 Heute erhielt ich von seiner Tochter, Petra Riediger, die traurige Nachricht, dass der ehemalige sehr er folgreiche Radsportler, Erwin Rüdi-ger, in seiner Heimatstadt Brandenburg an der Havel nach längerer Krankheit ver-storben ist.

Als letztes Aufgebot musste der junge Erwin noch mit vielen Gleich-altrigen in den 2. Weltkrieg ziehen, aus dem er glücklicherweise unbe-schadet nach kurzer Kriegsgefangenschaft heimkehrte. Dieses Glück hatten nur 30 der 110 15-16jährigen HJ'ler seiner Einheit, die noch kurz vor Kriegsende bei Belzig zusammengezogen worden war!

Er wurde im Brandenburger Traktorenwerk zum Schlosser ausgebildet. Dieser Betrieb war auch Träger der Betriebssportgemeinschaft „Traktorenwerk Brandenburg“, aus der später die BSG Motor Süd B. hervorging, welche auch eine Sektion Radsport unterhielt.

Schon 1946  fuhr er als 18jähriger sein erstes Aschenbahnrennen und wurde bald erfolgreich. Als dann endlich sein Cousin, Erich Peter, aus der englischer Kriegsgefangenschaft  heimgekehrt war, warb er diesen für seinen geliebten Bahnradsport und fand in ihm einen idealen Partner im Zweier-Mannschaftsfahren. Auf  der Aschenbahn und später auf der aus Zement an der Brielower Straße maßen beide ihrer Kräfte mit den besten Bahnfahrern der jungen DDR. Viele Siege und vordere Plat-zierungen waren ihr Lohn. Auf ihrer "Hausradrennbahn" an der wurden sie oft von bis zu 8000 Zuschauern frenetisch angefeuert. Neben dem Meistertitel des Landes Brandenburg trug er auch das DDR-Auswahltrikot für Bahnfahrer. Nach Abschluss seiner aktiven Zeit gab er sein Wissen und seine praktische Erfahrung  noch einige Jahre den Nachwuchsfahrern seines Vereins weiter.

Später schob er beim Kegeln gern eine etwas ruhigere Kugel. Er liebte seinen Bungalow im Grünen sehr und verbrachte viele Stunden an den in der Nähe gelegenen Angelteichen.

Auf dieser Homepage sind seine Erfolge, meistens gemeinsam mit seinem Partner Erich Peter, detailliert nachzulesen.

 

2. Bergzeitfahren in Kotzen am 10. Juli 2016 

3. Etappe des Kloster Cups

 

Zum 2. BZF mit Start und Ziel in Rhinsmühlen, gelegen kurz vor der Einmündung der Landstraße aus Richtung Nennhausen in die B 188,  hatten sich bei herrlichstem Wetter mit einem mäßigen nordwestlichen Seitenwind auf der Strecke 67 Starter/innen eingefunden. Der Orga-nisator, „BSC Süd 05", hatte mit der Erfahrung des letzten Jahres den Start- und Zielbereich bestens präpariert. Parkgelegenheiten stehen in kurzer Entfernung reichlich zur Verfügung. Die kleine Gastwirtschaft versorgte alle Teilnehmer und Gäste gut mit Buletten, Bock- / Bratwurst und verschiedenen Getränken, welche auf ausreichend Sitzgelegenheiten verzehrt nach dem Rennen das Wohlbefinden schnell wieder steigerten.

Das Moderatoren-Duo  Christian & Christian (Fauth/Petersen) führten wieder sachkundig und mit launigen Bonmots durch das Programm. Gestartet wurde in umgekehrter Reihenfolge des Ergebnisses vom Vorjahr. Neulinge wurden dazwischen gesetzt. So konnte die Spannung wieder bis zum Schluss hoch gehalten werden. Da bis auf Michael Zemke, der sich zum Vorjahr stark verbessert hat, die „Radkämpfer“ wegen eines anderen Rennens nicht teilnahmen, ist ein direkter Vergleich auf einigen Positionen nicht möglich. René Stolle als Titelverteidiger wurde jedoch  mit einer persönlichen Bestleistung diesmal „nur" Dritter, und deshalb darf mit Recht von einem hohen Leistungsniveau gesprochen werden. Der absolut Zeitschnellste war Robert Richter mit 18:08 Min. vor dem fast Zeitgleichen Dominic Weinreich mit ebenfalls 18:08 Min. Nur die moderne Zeitnahme entschied mit  2/100 Sek. für Robert als Sieger nach über 12 km. Dominic hatte gerade eine Infektion überstanden und kämpft z.Zt. noch um seine alte Top-Form. Insgesamt gesehen haben viele Teilnehmer ihre gefahrene Vorjahrszeit verbessert, was wohl für etwas günstigere Windbedingungen spricht, denn der „Scharfrichter K.B.“ mit seiner 12%igen  Steigung hat sich ja nicht verändert. Vielleicht wird aber inzwischen noch härter trainiert?

Nach einer würdigen Siegerehrung im Zelt auf dem Podium, welches nicht vor Regen, sondern der es zu gut meinenden Sonne schützen musste, fand die gelungene Veranstaltung ihren pünktlichen Abschluss.

 

Hier die Podiumsplatzierungen der einzelnen Klassen:

 

AK 1 / Frauen ohne Alterseinschränkung
1. Maria Theresia Janeck,   BSC Süd 05 Brandenburg  0:21:31,003 h 34,29 km/h
2. Mareen Höntze,               BSC Süd 05 Brandenburg  0:21:47,143 h 33,87 km/h
3. Nadine Kischlat                Grebser Cycling Team        0:21:53,136 h 33,72 km/h

AK 2 / Männer Jahrgang 1977 - 1998
1. Robert Richter                 BSC Süd 05 Brandenburg    0:18:08,218 h 40,69 km/h
2. Dominic Weinreich          BSC Süd 05 Brandenburg  0:18:08,432 h 40,68 km/h
3. Kay Hoffmann                 RSC Großbeeren                    0:18:30,253 h 39,88 km/h

AK 3 / Männer Jahrgang 1967 - 1976
1. Rene Stolle                    OSC Cyclingteam Potsdam    0:18:10,819 h 40,59 km/h
2. Mario Lieseke                 BSC Süd 05 Brandenburg    0:18:41,874 h 39,46 km/h
3. Lars Barrall                     RSC Großbeeren 05              0:18:46,034 h 39,32 km/h

AK 4 / Männer Jahrgang 1957 - 1966
1. Bernd Lüneburg              BSC Süd 05 Brandenburg   0:18:51,604 h 39,13 km/h
2. Carl-Heinz Sänger          Berliner GSV                          0:19:55,487 h 37,03 km/h
3. Andreas Schubert                                                            0:20:06,792 h 36,69 km/h

AK 5 / Männer Jahrgang 1956 und älter
1. Dr. Fritz Baars,              Brandenburg a.d.Havel           0:20:31,057 h 35,96 km/h
2. Hagen Thiele,                Berlin                                           0:21:17,565 h 34,65 km/h
3. Jörg Schulz,                   Kirchmöser                                0:21:20,003 h 34,59 km/h

 

11. Juli 2016

Erich Peter, geb. 11. Juli 1926 in Brandenburg an der Havel. Links 1952 in Magdeburg im Stadion der Bauarbeiter auf der Ehrenrunde, rechts März 2016. (Fotos privat)

 

 

 

 

 

 

 

 

Erich Peter feierte  90. Geburtstag

            Der älteste ehemalige Radsportler der Stadt Brandenburg feierte im Kreise der Familie und guter Freunde bei noch guter Gesundheit einen weiteren runden Geburtstag. Er ist ein echtes Kind der Stadt und erblickte am 11. Juli 1926 hier das Licht der Welt. In der Potsdamer Straße, im Hause seiner Eltern, verlebte er seine Kinder- und Jugendjahre und besuchte die Grund- und Mittelschule. Seinen Bewe-gungsdrang stillte er beim Hand- und Fußallspiel in dem damals sehr bekannten Sportverein „Havel 08 Brandenburg“.

Bald nach Abschluss der Schule wurde er  1942 zum Reichsarbeitsdienst nach Ostpreußen eingezogen. Dort mussten von den Jugendlichen  täglich körperlich anstrengende Schachtarbeiten durchgeführt werden.  Nach der Rückkehr  aus Ostpreußen erfolgte  im Frühjahr 1943 die Einbe-rufung zum Wehrdienst in den  Standort Frankfurt/Oder.

Sein junges Leben hätte in die Bretagne  im „Kessel von  Falaise, wo es im Zuge der  „Operation Cobra“ südlich von Caen im August 1944  zur Schlacht mit den Alliierten kam, bei der etwa 50.000 deutsche Soldaten fielen, beinahe sein frühes Ende gefunden. Er wurde durch Granatsplitter schwer verwundet  und geriet mit  200.000  anderen deutschen Soldaten in englische Kriegsgefangenschaft. 

Die Wunden verheilten notdürftig. 1948 kehrte er aus der Kriegsge-fangenschaft in seine Heimatstadt, die auch zum Schluss des Krieges im Zentrum noch erhebliche Bombenschäden erlitten hatte, zurück.          

Nach schwierigem beruflichem Neuanfang warb ihn sein Cousin, der vor ein paar Tagen leider verstorbene Erwin Rüdiger, für den Bahnrad-sport, der nach dem Kriege inzwischen bei der BSG Traktorenwerk in Brandenburg wieder betrieben werden durfte. Die Cousins  harmonierten besonders gut im Zweier-Mannschaftsfahren und gehörten dann für ein halbes Dezennium zur Spitzenklasse der DDR in dieser Disziplin. Auf der 1951 an der Brielower Straße gebauten Zement-Radrennbahn boten die beiden Lokalmatadore, ab nun für die BSG Motor Süd startend, den starken auswärtigen Gegnern, z.B. aus Berlin, Magdeburg und Leipzig, vor bis zu 8000 begeisterten Zuschauern an den häufigen Renntagen die Stirn. Gemeinsam wurden sie Meister des Landes Bran-denburg und gewannen unzählige Rennen. Auch in Einzelrennen war er erfolgreich und trug das blaue Auswahltrikot der DDR mit schwarz-rot-goldenem Brustring.

Nach seiner erfolgreichen sportlichen Karriere arbeitete der Jubilar weiterhin bei der Bau-Union in Brandenburg bis zu seinem beruflichen Ruhestand. In seiner Wohnung lebt er gemeinsam mit seiner Ehefrau Erika und bewahrt dort noch viele Erinnerungsstücke an die Jahre als Radsportler auf.

 

Wünsche wir Erich Peter gemeinsam mit seiner Frau noch eine gute Zeit!

August 2016

 

Die Markgrafentour 2016 – eine Hitzeschlacht

 

Am 28. August war die Kleinstadt Lehnin wieder das „Mekka" der  „Jedermänner“ der Regionen Brandenburg an der Havel - Potsdam - Berlin. Trotz der brütenden  Hitzewelle, die Mitteleuropa in diesen letzten Augusttagen 2016 fest im Griff hatte, trafen sich dennoch ca. 70 wildentschlossene „Cracks" der  Szene, um die Mark- grafentour herunter zu spulen. Bis 10 Uhr fanden sich alle an der traditionellen Bushaltstelle ein, wo sich auch das kleine "Wettkampfbüro" und die Verpflegungs- stelle nach dem Rennen befand. Nach ein paar netten Worten an der symbolischen Startlinie  zählte der Vertreter des Bürgermeisters den „Countdown" herunter und ab ging es in für Radsportler noch gemächlichem Tempo (25 – 30 km/h) über knapp 6 km durch eine hügelige Landschaft auf den Truppenübungsplatz, wo auf der schnurgeraden Zufahrt eine Start-/Ziellinie gezogen war! Ab hier erfolgte nun fliegend der  scharfe Start. Man war ja bei etwa 34 Grad Lufttemperatur inzwischen auf jeden Fall gut warm gefahren! Nicht von Null auf Hundert, aber auf  50 km/h ging es innerhalb von wenigen Sekunden, als ob der Zielstrich 300 m weiter gewesen wäre. Das hinterließ natürlich sofort seine Wirkung. Ich konnte mich noch ca. 3 km in der rasenden Kopfgruppe von ca. 25 Fahrern halten, musste sie aber dann bei den ersten 3 bis 5 %igen  Steigungen ziehen lassen. Als ich mich um- schaute, folgte eine größere Gruppe von etwa 20 Fahrern im Abstand von ca. 300 m, in die ich mich zurückfallen ließ.  Mehrere Ausreißversuche aus dieser heraus, mal zu dritt oder zu viert misslangen, machten das Rennen aber abwechselungsreich!                                                                                                          An der Wende hatte die Kopfgruppe ca. 1 bis 2 Min. Vorsprung. Aus dieser fielen noch 3 weitere Fahrer zurück. Da wir uns  auf der langen Geraden nach der Wende begegneten, sah man, dass nach der zweiten Gruppe noch weitere Duette und Grüppchen von insgesamt ca. 20 - 30 Fahrern/innen folgten.

Nach der zweiten Runde wurden dann gut zwei Minuten vor uns die 3 vom Veran- stalter gestifteten Pokale ausgefahren. Den Spurt gewann Sascha Dittfuhrt vom Team "Radkampf" des SV Kloster Lehnin, der tags zuvor noch in Sankt Johann/Tirol bei den „Master Cycling Classics" am Straßenrennen teilgenommen und Platz 7 in seiner Klasse belegt hatte, überlegen vor dem  Potsdamer OSC- Fahrer Jens Werner. Beide hatten sich zum Schluss der zweiten Runde  noch deutlich aus der Kopfgruppe absetzen können. Auch nach Lehnin war Sascha von Brandenburg aus natürlich mit dem Fahrrad angereist. Bei ihm wird der "Motor" also niemals kalt!

Um Platz drei gab es noch einen rasanten Endkampf. Hier hatte Thomas Altmann auch vom OSC die etwas schnelleren Beine und verwies den „Titelverteidiger",  Adrian Scholz (Radkampf), knapp auf den undankbaren  Platz 4.

Selbst in der zweiten Gruppe, wo es um nichts mehr ging, haben wir noch einen schönen Spurt hingelegt, bei dem in der Akme am Zielstrich mein Polar 50.7 km/h angezeigt hat, nachdem wir vorher das 52 km-Rennen schon  in 38,5 km/h gefahren waren. Das war für viele ein gutes Training für das "Paarzeit-Fahren" am kommenden Sonntag in Barnewitz, wo dann der Abschluss des 4. Kloster Cups erfolgen wird.

Dem Veranstalter, „SV Kloster Lehnin", sei für die gute Organisation an dieser Stelle herzlich gedankt.

 

Es folgen ein paar pivate Bilder:

September 2016          

 

10. Barnewitzer Paarzeitfahren 2016

 

Am 4. September konnte das inzwischen traditionelle Barnewitzer PZF“  gleichzeitig seinen 10. Geburtstag feiern. Ja, ja, so schnell werden die Kinder groß! Im Vorfeld hatte der Ausrichter, „BSC Süd 05“  noch einige Sorgen, denn die Genehmigung für die Streckenfreigabe ließ auf sich warten*. Die Bedenkenträger konnten sich trotz ständiger Rechtskurven bei kreuzungsfreier Rennstrecke nur schwer ein „O.k.“ abringen. Also herzlichen Glückwunsch, liebe  „05er“, und bleibt weiter so hartnäckig!

Wir haben in den 10 Jahren schon alle Wetter erlebt, von wunderbar bis ganz schlimm! Am Tage des Rennens hätte die Voraussage der Wetterfrösche ca. 3 Stunden länger durchhalten sollen. Aber wir Straßenradsportler  lieben unseren Sport nun mal an der frischen Luft, sonst hätten wir ja den „Saalsport“ für uns wählen können. Fazit: Es hätte schlimmer kommen können!

Es hatten sich 61 Teams  „Hobbyrenner" aus allen „Himmelsrichtungen“ einge- funden (z.B. aus Berlin, Großbeeren, Potsdam, Cottbus, Wolfsburg usw.). Der organisatorische Ablauf hat sich nach 10 Jahren perfekt eingespielt. Transponder- messung ist im Kloster Cup bei Etappen mit Klassenwertung  obligat.

So war schon kurze Zeit nach dem letzten „Pärchen“ das Endergebnis vorhanden. Viele Teilnehmer hatten sich natürlich  immer wieder die aktuellen Zwischenergeb- nissen  an der Tafel interessiert angesehen und schmerzliche zuschauen müssen, wie sie nach und nach „durchgereicht“ wurden. Aber die Besten kommen laut Re- glement immer zum Schluss!

Im Zelt, für alle Fälle, war die Siegerehrung, im 10. Jahr sogar ab Platz 6, was ei- nige  offenbar nicht wussten und schon abgereist waren.

Vielen Dank auch an die viele Helfer  in Barnewitz und an der Strecke.

 

Die Ergebnisse der Klassen bis Platz 3 folgt  in der nachfolgenden Tabelle:

                                                                                             

(Mannschaftswertung (AK Wertung)
Name Snr.                           Verein                 Zeit                         Ø Geschwindigkeit

AK 1 / Frauen-Team, ohne Altersklassenwertung
1. Velofanatics/BSC Süd 05 Frauen          39:27,244                   37,63 km/h
Maria Theresia Janeck 70 BSC Süd 05 Brandenburg u.Theresa Roscher 69 Velofanatics Altlandsberg
2. Frauen Power                                         41:08,584                     36,09 km/h
Sarah Hoffmann 92  u. Mareen Höntze 91 beide BSC Süd 05 Brandenburg
3. Velonistas                                               41:38,127                   35,66 km/h
Tina Heizmann 62  u. Nadine Klein 61 beide Velonistas Berlin

AK 2 / Männer-Team, Jahrgang 1977 - 1998
1. TEAM SEVENTYFIVE                               33:37,490                 44,16 km/h
Hannes Wanta 15 Easy-Tours Cycling Team u. Andreas Koalick 16
2. RSC Großbeeren Team 1                       34:18,310                  43,28 km/h
Marcel Domin 8 RSC Großbeeren 05  u. Kay Hoffmann 7 RSC Großbeeren 05
3. BSC Süd 05 Männer Team 01                34:30,139                  43,04 km/h
Dominic Weinreich 19 u. Bernd Lüneburg 20 beide BSC Süd 05 Brandenburg

AK 3 / Männer-Team, Jahrgang 1967 - 1976
1. OSC Cyclingteam Potsdam 1                 33:47,881                 43,93 km/h
Denny Schewe  u. Jens Werner 2 beide OSC Cyclingteam Potsdam                   

2. OSC Cyclingteam Potsdam / Shop4Cr. 34:39,541                 42,84 km/h
Rene Stolle 5 OSC Cyclingteam Potsdam u. Karsten Niemann 6 Shop4Cross
3. Radkampf -"Ohne Lizenz"!                    34:44,330                  42,74 km/h
Uwe Kruppa 14 SV Kloster Lehnin u. Christian Härtwig 13 Radteam Cöpenick

AK 4 / Männer-Team, Jahrgang 1957 - 1966
1. Velofanatics/BSC Süd 05 Team 01          37:55,299                 39,15 km/h
Reinhard Jung 44 BSC Süd 05 Brandenburg u. Mathias Schulz 43 Velofanatics Altlandsberg                                                                                                

2. Team R / T 105                                           39:48,697                  37,30 km/h
Rainer Westphal 57 SV Wasserfreunde  u.Thomas Malchow 58 BSC Süd 05 Brandenburg
3. SV Wasserfreunde Brandenburg             40:44,459                 36,44 km/h
Heiko Boywitt 79  u. Holger Jurich 80 beide SV Wasserfreunde Brandenburg

AK 5 / Männer-Team, Jahrgang 1956 und älter
1. Team F&H                                                   38:56,033                  38,14 km/h
Fritz Baars 47  Brandenburg a.d.Havel und Hagen Thiele 48 Berlin                                                                                                          

2. Die Harmlosen                                           41:40,545                   35,63 km/h
Ronald Bertz 100 BSC Süd 05 Brandenburg u. Harald Lippmann
3. BuWe                                                          46:45,748                  31,75 km/h
Werner Ziem 98 SV Wasserfreunde Brandenburg  u. Burghard Horn 97

AK 6 / Mixed-Team, ohne Altersklassenwertung
1. Grebser Cycling Team Mixed                  37:51,783                  39,22 km/h
Klemens Passler 33 u. Nadine Kischlat 34 beide Grebser Cycling Team                  2. Velox Berlin 3                                          38:47,674                   38,27 km/h

Danny Steinbrecher 74  u. Franziska Wenske 73 beide Velox Berlin eV.
3. Die Radtouristen                                        42:43,435                 34,75 km/h
Reno Haker 88  u. Ariane Niendorf 87 SV Wasserfreunde Brandenburg

 

Die vollständigen Ergebnisse beim Veranstalter BSC Süd 05.

 

Geschichte wiederholt sich!

 

* Brandenburger Anzeiger Nr. 239 Mittwoch, 10.10.1928:

Die Vereinigung Brandenburger  Rennfahrer  1910 (D.R.U.) beendete die diesjährige Radsaison mit einem 60 km Abschiedsrennen, welches Otto Marschall als Sieger sah.

In dieser Saison hat der Verein 7 Zuverlässigkeitsfahrten veranstaltet und nahmen die Fahrer  an  5 offenen Rennen teil. Aus den Vereinsveranstaltungen gingen: Lehmann (2), O. Marschall (2), Zucker/Drange (Paarfahren), Bunskowski (Paarfahren) und Steguhn jun. als Sieger hervor. In den offenen Rennen siegten Lehmann beim „Gr. Brennabor-Preis von Magdeburg“ in der Altersklasse. Im „Gr. Göricke-Preis“ von Brandenburg siegte Bunskowski vor Lehmann.

Es wird darüber geklagt, dass kaum noch Straßenrennen von der Regierung erlaubt werden. Das betrifft die Radsportler von Brandenburg besonders hart. Vor langen Jahren noch im Besitz  einer Radrennbahn war Brandenburg durch den Radrennsport  und die hiesigen Fahrradfabriken weltweit bekannt. Fast alle Rennfahrergrößen (Robl, Ryser, Dickentmann, Demke, Rütt, Ahrendt, Janke usw.)  kamen in früheren Jahren nach Brandenburg und zeigten uns, wie Radsport auf dem Zement gepflegt wird. Die Zeiten sind  aber längst vorbei. Durch das Eingehen der Bahn (im Sportpark an der Plane) sahen sich die Vereine gezwungen den Radsport  auf der Straße zu pflegen. Durch den von Jahr zu Jahr steigenden Verkehr auf den Landstraßen werden immer weni-ger Genehmigungen für Straßenrennen erlaubt. Sollten wir nun in Brandenburg  in den nächsten Jahren nicht wieder in den  Besitz einer Radrenn-bahn kommen, so ist der Radsport in unserer Stadt  am Aussterben.

 

 

Oktober 2016                                                                         Dominic Weinreich - Gesamtsieger des Kloster Cups 2016

Zweite Radsport-Party in Lehnin

Offizielles Poster des Veranstalters

Eine größere Zahl der Teil- nehmer(innen) am 4. Kloster Cup 2016 hatte sich am 7. Oktober wieder in der „Halle“ von Lehnin eingefunden. In diesem Rahmen fanden, wie auch im vorigen Jahr, die Ehrungen und Auszeichnun- gen der erfolgreichen Sport- ler(innen), als auch für einige der vielen fleißigen „Hände", die meistens im Hintergrund wirken, statt. Es gingen bei den 5 Wettbewerben 220 Aktive ein- bis fünfmal an den Start. Für die fünfmalige Teil- nahme gab es, unabhängig vom sportlichen Ergebnis, einen der wunderschönen, in- dividuell aufbereiteten Rad- sportkalender für 2017 mit persönlichem Wettkampfbild auf dem Deckblatt und den Daten der erzielten Ergeb- nisse im Cup). Danach waren einige der beständigen Helfer an der Reihe, die sich auch über ein anerkennendes Präsent freuen durften. Die sechs besten Damen erhielten wieder  einen süßen Schokoladen-Pokal.

Schließlich kam es zur Überreichung der schweren Pokale für die 10 Erst- platzierten in der Gesamtwertung, die ja bekannter Weise nach einem Be- rechnungsverfahren, welches die vier besten Ergebnisse der 5 Einzelwett- bewerbe addiert und dabei Alter und Geschlecht individuell berücksichtigt, ermittelt wird. Der Jüngste Fahrer, Dominic Weinreich vom BSC Süd 05, wurde diesjähriger Sieger. Dank von Bonuspunkten fanden sich aber auch Ältere, Alte und sogar die beste Frau unter den ersten Zehn!

Aufgelockert wurde die Ehrungszeremonie durch das sportliche Feuerwerk der Burning Ropes" aus Beelitz, die den Radsportlern für die Winterpause einige Möglichkeiten zum „Fitbleiben“ aufzeigten.

Die „Gulaschkanone" war wieder vor der Tür in Stellung gebracht, wo auch einige wenige Raucher, offenbar keine aktiven Radsportler, leicht fröstelnd ihrer Passion nachgingen. Der Besuch der Bar ging dank des „Armbändchens“ rei- bungslos. Als dann der DJ seinen Verstärkern freien Lauf ließ, Gespräche waren dann kaum noch möglich, waren nach anfänglichem Zögern auch bald die ersten Tanzpaare, meistens ältere Semester, auf der Fläche zu finden. Ei- nige Herren waren leider ohne Damenbegleitung angereist, andere erwiesen sich als hartnäckige "Nichttänzer". Erfreulich war aber auch wieder die Tat- sache, dass einige Teilnehmer aus der weiteren Umgebung (Großbeeren, Berlin) gekommen waren.

Alles in allem war es wieder eine schöne Veranstaltung, und es ist zu hoffen, dass sie zur guten Tradition werden kann!

 

Es folgen einige private Fotos

Es gibt sie noch -- die Giganten der Landstraße!

Von Hamburg nach Berlin

Ja, die Unentwegten, die sich auch mal an einen ganz langen "Kanten" herantrauen, gibt es wirklich noch. Die acht Fahrer aus Brandenburg setzen damit eine weit über hundertjährige  Tradition in  unserer  Stadt fort. In den Gründerjahren  des  Radsportes  waren  Fernfahrten  das  Salz  in  der  Suppe  dieser neuen Sportart. Einige Namen der "Haudegen" dieser Zeit kennt man heute noch, wie z.B. Josef Fischer oder August Lehr. Die aus unserer  Stadt  stammenden Distanz-Fahrer Fritz Lauenroth, Johannes  Pundt  und Gustav Gräben  (2x Sieger Rund um Berlin 1896/97) habe ich an anderer Stelle schon erwähnt und ihre Leistungen gewürdigt. In diesem aktuellen Zusammenhang  möchte ich auf den  Brandenburger Radsportler Gericke hinweisen, der auf der Strecke  Hamburg - Berlin  im  Jahre  1900 über 257 km   in 10:55 Std. den 3. Platz unter 61 Startern belegt hat. Er fuhr damals ein Stundenmittel von 22,4 km/h, ohne Schaltung und Schlauchreifen! Unsere acht Brandenburger Freizeitsportler von 2016 auf ihren Hightech-Rädern legten ihre Distanz von 275 km in 10:55 Std. zurück, was einem Durch-schnittstempo von 25,2 km/h entsprach. Das ist eine sehr beachtliche Leistung, Chapeau!

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© Dr. med. Fritz Baars