In eigener Sache:

Nachdem ich im Jahre 2004 im Alter von 57 Jahren nochmals mit dem Radsport im Jederman-Bereich begonnen hatte, wollte ich eigentlich nur einige der vielen überflüssigen Pfunde los werden, die sich seit Ende meiner Zeit als Jugend-fahrer 1965 bei der BSG Lok Haldensleben................... weiterlesen

 

„Rund um den alten Weber “

 

Am 26.Mai 2019 fand das Radrennen für „Jedermänner“ nun schon zum 10. Male statt. Es ist Teil des neuen Havel-Rad-Cups, der ja bekanntlich den Kloster-Cup abgelöst hat, als dieser nach fünfmaliger Austragung beendet wurde. In diesem Jahr war "er" die erste Etappe dieser neuen Rennserie, da das traditionsreiche Rietzer EZF wegen schleppender Straßenbauarbeiten am A2-Autobahnzubringer Brandenburg auf September verlegt werden musste.

An Start und Ziel fanden sich beinahe 100 Teilnehmer, vornehmlich aus dem Land Brandenburg und Berlin ein, worunter sich erfreulicherweise auch wieder einige Frauen befanden. Die Organisation war wie immer vorbildlich: Exakte elektronische Zeitmessung am gut besetzten WA-Wagen, Umkleide-möglichkeiten und schnell erreichbare Toiletten, sowie eine gute kulinarische Versorgung mit Sitzgelegenheiten. Hinzu kam die kurzweilige Moderation von Christian&Christian. Auch ein Krankenwagen mit Sanitätern stand in Bereitschaft. Diese konnten sich bei der Behandlung von zwei, glücklicherweise nur leichten Unfällen, auszeichnen.

Der schnelle Kurs hat immer noch einen hervorragend intakten Straßenbelag und kann, da er in einem großen Industriegelände liegt, gut abgesperrt werden. Viele, teils spitzwinkelige Kurven erfordern häufiges Abbremsen und Wiederantreten und eine gute Steuertechnik. Der zunehmend stärker werdende Wind erschwerte die Rennen zusätzlich. Aber es blieb trocken!

Zunächst gingen die beiden jüngeren Männerklassen auf ihre 30,5 km lange Reise. Es wurde von Anfang an bei den 10 Runden scharf gefahren. Sehr zum Erstaunen unternahm der Lokalmatador aus Brandenburg, Sascha Dittfurth, einen Ausreisversuch, der aber nach 2 bis 3 Runden von der vereinten Kraft des gut besetzten Feldes neutralisiert wurde. Der Wind war für diese Aktion einfach zu stark. Dennoch zeigte Sascha eindrucksvoll, dass er ein hervorragender Zeitfahrer ist. Wurde er doch im vorigen Jahr Amateur-weltmeister seiner Seniorenaltersklasse in Sankt Johann/Oesterreich, in seiner Paradedisziplin. Das Feld hatte sich in etwa geteilt und ließ dann niemand mehr entwischen. Die Fahrer der Vereinigung LKK, in denen die Brandenburger Brüder Weinreich und Robert Richter fahren, hatten auf der langen Zielgerade David Weinreich zunächst in eine gute Position gebracht, doch letztendlich siegte hauchdünn der bekannte Tim Starker vom OSC Potsdam.

Im zweiten Rundenrennen der älteren Männerklassen und der Frauen mit insgesamt 38 Teilnehmern über die gleiche Distanz fuhr Ingolf Schneider vom Team Rad Kampf aus Kloster Lehnin einen beeindruckenden Start-/Ziel-Sieg heraus. Um die nächsten Podiumsplätze kämpften dann V. Herbrand aus Potsdam und der bekannte Brandenburger Uwe Kruppa, der Dritter wurde. Einen beachtlichen 18. Platz in diesem Rennen belegte Sarah Hoffmann als schnellste Frau.

Dann folgten Bambino und Kinderrennen. Die Strecke für die Kleinsten war sicher zu lang gewählt. Ein paar hundert Meter hätten auch gereicht, weniger Zeit gekostet und ebenso viel Freude bereitet.

Abschließend kam es noch zu den im letzten Jahr eingeführten Aus-scheidungsrennen, eigentlich typische Bahndisziplinen. Hierbei sollte jeder Teilnehmer bei seiner Nennung beachten, dass er ja schon ein schweres Rennen in den Beinen hat. So wird das Rennen erst spannend, wenn etwa gleich starke Fahrer übrig bleiben und dann in den letzten ca. 10 Runden wirklich den "Letzten" die „Hunde beißen“. Das ist dann oft nur ½ Hinter-radlänge.

Bei den jüngeren Männern traten 22 Fahrer an, wobei sich Dominic Weinreich  schadlos hielt, im Schlussspurt nichts „anbrennen“ ließ und  Philipp Pohl vom Grebser  Cycling Team sicher auf Platz zwei verwies. In der älteren Gruppe standen 11 Fahrer am Start. Hier hatte am Schluss Volker Herbrand vor Ingolf Schneider die Nase vorn.

Allen, die sich bei diesen Rennen dem Starter stellten gebührt große Anerkennung.

Bei der würdevollen Siegerehrung warteten optisch anspruchsvolle Pokale plus eine Flasche Sekt auf die Sieger und Platzierten.

Wie mir auch schon oft in der Vergangenheit auffiel, sind eine Reihe von zu Ehrenden, insbesondere von den Plätzen 4 – 6, bei der Zeremonie nicht mehr anwesend. Die Gründe sind sicher verschieden. Wahrscheinlich aber scheint ein Platz neben dem Podium für Teilnehmer mit einer weiteren Anreise nicht attraktiv genug zu sein, um abzuwarten.

Ich erinnere mich da an meine Jugendrennen in den 60ern. Geehrt wurden nach einem normalen Rennen sofort die ersten beiden, der Sieger mit Schleife (manchmal mit Kranz) und der erste Verlierer mit Blumenstrauß, und man fuhr vor den Zuschauern im Zielbereich eine kleine „Ehrenrunde“. Bei Meister-schaften wurden drei ausgezeichnet. Die jetzige Zeremonie ist sehr schön, da sich auch die Sponsoren mit Recht dabei zeigen können. Aber das besetzte Podium reicht sicher auch, und die Plätze 4 -6 stehen vielleicht beim nächsten Mal oben!

Vielleicht sollte man darüber mal nachdenken. Es heißt nicht ohne Grund: “In der Kürze, liegt die Würze“!

F.B.

 

Komplette Ergebnisse beim Veranstalter BSC Süd 05 Brandenburg

 

 

10. Rundstreckenrennen "Rund um den alten Weber" 2019
Ergebnisliste Rundenstreckenrennen AK

AKPl.   Name                            Verein                                 Zeit                Ø Geschw.

 

AK 1 / Frauen Jahrgang 1980 - 2001
1.        Sarah Hoffmann         BSC Süd 05 Brandenburg       47:46,600 Min         38,30 km/h
2.        Anne Subklew            Ostwest-Express e.V.               57:47,181 Min         31,66 km/h

AK 2 / Frauen Jahrgang 1979 und älter

1.        Susan Konradt                                                           50:44,815 Min.        36,06 km/h
2.        Mareen Höntze          BSC Süd 05 Brandenburg        50:45,873 Min        36,04 km/h
3.        Katja Raddatz            Schöneberger RV Iduna 1910  51:40,862 Min        35,41 km/h

AK 3 / Männer Jahrgang 1980 - 2001
1.         Tim Starker                OSC Cyclingteam Potsdam    42:30,872 Min           43,04 km/h
2.         David Weinreich         LKK Racing Team                  42:30,962 Min           43,04 km/h
3.         Philipp Schalinski       Radkampf Brandenburg         42:31,130 Min           43,04 km/h

 AK 4 / Männer Jahrgang 1970 - 1979
1.        Thomas Hauff              LKK Racing Team                 42:31,188 Min            43,03 km/h
2.         René Stolle                 Team CASA Standert           42:31,985 Min            43,02 km/h
3.         Andre Barth                                                             42:32,200 Min            43,02 km/h

AK 5 / Männer Jahrgang 1960 - 1969
1.         Ingolf Schneider           Radkampf Brandenburg      46:57,561 Min.           38,97 km/h
2.         Volker Herbrand           OSC Cyclingteam Potsdam  47:40,362 Min           38,38 km/h
3.         Uwe Kruppa                  Radkampf Brandenburg      47:40,526 Min           38,38 km/h

AK 6 / Männer Jahrgang 1959 und älter

1.        Peter Gasterstädt          Hagi Racing Team               47:42,483 Min            38,35 km/h
2.         Uwe Knispel                  Hagi Racing Team               47:42,635 Min            38,35 km/h
3.         Wolfgang Wittchen        Radkampf Brandenburg     47:44,174 Min            38,33 km/h

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Ergebnisliste Ausscheidungsrennen 01
Platz      Name                   Verein                             Zeit              Ø Geschw.        Runde

1. Dominic Weinreich    LKK Racing Team                                 36:06,100 Min.    41,68 km/h         ( 22 )
2. Philipp Pohl                   Grebser Cycling Team                       36:06,342 Min.   41,67 km/h          ( 22 )
3. Tim Starker                   OSC Cyclingteam Potsdam               34:18,253 Min.   41,87 km/h          ( 21 )

Ergebnisliste Ausscheidungsrennen 02 

1. Volker Herbrand          OSC Cyclingteam Potsdam                18:30,371 Min.    36,96 km/h         ( 10 )
2. Ingolf Schneider          Radkampf Brandenburg                      18:31,371 Min.    36,92 km/h         ( 10 )
3. Sven Darmer                                                                                  16:33,527 Min.   37,17 km/h            ( 9 )

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*aus den Ergebnislisten des Veranstalters entnommen

Video privat

Auf dieser Seite sind die neuesten, den Radsport in unserer Region betreffenden Meldungen hinterlegt, die mir zugänglich und wichtig waren. Auch einige überregionale Informationen sind dabei. Die letzten Jahre wurden archiviert. Einige Schlagzeilen sind zum Weiterlesen intern oder auch extern verlinkt.

Erstes Radrennen im Hohen Fläming

Artikel in der BRAWO vom 8.8.2018

Der Fläming ist so etwas wie das „Hochgebirge“ im eher flachen Land Brandenburg. Er erstreckt sich über etwa 150 km von Südosten bei Baruth nach Nordwesten bis an das anhaltinische Burg bei Mag-deburg. Südlich wird er be-grenzt durch die Elbe mit ihrem Urstromtal und im Norden durch das Baruther Ur-stromtal. Der sandige Höhen-zug erfährt im Raum Bad Belzig bei dem Orte Hagel-berg mit knapp über 200 m seine höchste Erhebung, welche sogar durch ein Gipfelkreuz markiert ist. Er ist damit der zweithöchste Berg dieses Bun-deslandes. Dort hat auch eine siegreiche Schlacht gegen die Truppen Napoleons stattgefunden. Der Namen diese Landschaft leitet sich von den Flamen ab, die sich seit dem 12. Jahrhundert dort ansiedelten. Den Bereich südlich von Bad Belzig nennt man auch den „Hohen Fläming“. Vielleicht schmunzelt manch einer zunächst über diesen Begriff, aber den tieferen Sinn dieser Bezeichnung erkennt man erst, wenn man dort mal eine anstrengende Radtour unternommen hat.

 

Über die Strecke und das Rennen

Profil der Rund-Strecke mit ca. 5 km An- und Abfahrt vom und zum Ziel in Bad Belzig.

Am 19.08.2018 veranstaltete das Radteam der Bäckerei Gericke, welche sich seit Jah-ren für den Freizeitradsport fördernd engagiert, das erste Radrennen just in dieser Re-gion. als Fläming RACE: Ein Artikel erschien im Vorfeld in der Lokalzeitung BRAWO, siehe oben. Leider war ich zeitlich verhindert, mir das Rennen vor Ort anzuschauen. Deshalb habe ich im Nachgang am 20.9.2018 eine Fläming-Tour gemacht und mir den Kurs mal angesehen. Am Fuße der ehrwürdigen Burg Eisenhardt wurde gestartet. Nach Überwindung der ersten 50 Höhenmeter erreichte man beim Dorf Bergholz den Rundkurs, der im Uhrzeigersinn über weitere 6 Dörfer mit ständigem Auf und Ab führte, bis man wieder die Straßenkreuzung bei Bergholz erreicht hatte. Der Straßenbeleg bestand, bis auf wenige Kopfsteinpflasterpassagen, aus glattem bis welligem Asphalt. Bewaldete Abschnitte lösten sich mit Strecken auf völlig freiem Feld ab. Das Rennen war Teil des MOL Cups. Nach der Ausschreibung betrug die Streckenlänge für Männer und Senioren 2 (68 Starter, gemeinsames Rennen) 76,6 km (drei Runden) und S.3/S.4 und Damen (41 Starter, gemeinsames Rennen) 51 km (2 Runden). Im längeren Rennen, bei welchem auch über 500 Höhenmeter überwunden werden mussten, siegte Philipp Pohl von Cycling Team Grebs vor seinem Vereinskameraden Mathias Lechler in einer Fahrzeit von 2:03,52, was einem beachtlichen Stundenmittel von 41,7 km/h entsprach. Der Sieger der Ak. S.2, Thomas Altmann vom OSC Cyclingteam Potsdam erreichte die gleiche Zeit. Über die kürzere Distanz in der Klasse S.3 siegte Harry Kühnelt aus Jena in 1:35,10 mit einem Schnitt von 36,2 km/h. Auch der Sieger Ak. S.4 , Carsten Daun, und die Erste der Frauen, Sam Sandten, folgten ihm nur um einen Wimpernschlag später. Eigentlich wollte ich das aber nur am Rande berichten.

(*Ausführliche Informationen auf den Seiten von MOL Cup)

Historisches - Motor Süd BrandenburgBelzig, heute Bad Belzig, hat auch eine lange Radsporttradition

 

Mein erster Beleg dafür findet sich im Brandenburger Anzeiger vom 14.6.1904

                        Da stand geschrieben, dass sich der hiesige Radfahrerverein „Vorwärts“ 1887 gemeinsam mit dem „Radclub 1899“ am Sonntag nach Ziesar zur Bannerweihe des dortigen Vereins natürlich per Fahrrad begeben habe. Die gastliche Stadt bereitete den Radlern einen überaus herzlichen Empfang. Erschienen waren neben den Vereinen aus Burg, Genthin, Görzke und Loburg auch der aus Belzig. Beim Korsofahren erhielt den 1. Preis mit 11,47 Punkten „Borussia“ Genthin, Germania“ Burg, „Vorwärts“ Bran-denburg und „Adler“ Görzke. Im Reigenfahren wurde dem „Radclub 1899“ aus Brandenburg der 1. Preis zuerkannt. Für das neue Banner wurden ver-schiedene wertvolle Fahnennägel gestiftet. Mit einem fröhlichen Radlerball bis spät in die Nacht, von dem einige der hiesigen Teilnehmer erst gegen 5 Uhr früh zurückkehrten waren, fand dann das gut verlaufene Vergnügen seinen Abschluß.

Die Radsportvereine der Stadt Brandenburg nutzten die hügelige Landschaft des Flämings gern als „Sahnehäubchen“ der Rennstrecken für ihre Straßenrennen. Zu dieser Zeit waren noch keine Gangschaltungen erfunden, so dass der Kurs sicher für viele Teilnehmer im Streckenabschnitt Fläming schon recht selektiv war, was man an den Zeitabständen gut erkennen kann. Alle weiteren Informationen stammen aus der o.g. Tages-zeitung.

 

So findet man in Nr.208 vom 5.9.1911 einen Bericht vom Straßenrennen mit Vorgabe* des hiesigen Radfahrer-Vereins „Sturmvogel“. Er war zwei Jahren zuvor neu gegründete worden und veranstaltete seine 100 km-Meister-schaftsfahren mit Vorgabe auf der Strecke Plaue-Wusterwitz-Ziesar-Görzke-Wiesenburg-Belzig-Golzow-Brandenburg. Es hatten sich hierzu 10 Mitglieder gemeldet. Als Erster ging Franz Fischer vom Mal (ohne Vg.) in 3 Std. 39 Min. 20 Sek. übers Band und gewann damit für 1911 die Meisterschaft. Zweiter wurde H. Mattig (24 Min. Vg.) in 4:10 Std., Dritter Gutschmidt (27 Vg.) 4:13 Std., Vierter Gräben (13 Vg.) 4:01 Std., Fünfter Oberländer (8 Vg.) 5:43 Std., Sechster Schwarz (7 Vg.) 5:37 Std., Siebter Brüse (6 Vg.) 5:39 Std. Drei Fahrer hatten Defekt. Die vorzügliche Leistung der ersten Fahrer gereichen dem jungen Radfahrer-Verein „Sturmvogel“ zur Ehre. Die Preisverteilung nebst anschließendem Kränzchen fanden unter großer Beteiligung der Mitglieder und Freunde bei H. Braune in Möser statt. Die Teilnehmer blieben bis zum Schluß in fröhlicher Stimmung zusammen. *Zeitvorgaben sollten Altersunterschiede oder später auch Kriegsbehinderungen durch den ersten Weltkrieg ausgleichen u.a. ausgleichen.

 

Von einem weiteren Straßenrennen berichtete man 19.8.1912, welches auf seinem Kurs den Fläming berührte. Die Vereinigung Brandenburger Renn-fahrer 1910 hielt ihr 100-Kilo-meter-Straßenrennen auf der Strecke Branden-burg-Ziesar-Belzig-Brandenburg ab. Sieger Dieses Rennens wurde Otto Köpp in 3 Std. und 2 Min. vor W. Tauchert in 3:15 und Fr. Thiem in 3:15.1 Std. Weitere 7 Fahrer folgten in Minutenabständen. Otto Köpp* fuhr hier ohne Gangschal-tung einen beachtlichen Schnitt von 33 km/h.

In derselben Zeitung von 1912 wird ein Rennen in Brück (Ortsgruppe Brück der D.R.U.). als Straßenpreis von Brück über 72 km mit 32 Startern erwähnt. Zahlreiche Defekte führten hier leider zu vielen Ausfällen. Die Rundstrecke führte von Brück- über Treuenbrietzen-Belzig-Golzow zurück nach Brück.       Sieger wurde der bekannte Radsportler Erich Betge aus Brandenburg in 2:20.27 Std. vor Schwanke.

Am 23.8.1922 liest man über den Radrennklub „Olympia“ 1920 , (D.R.U) hielt am 20.8.1922 auf der 82 km langen Rundstrecke Brandenburg-Wollin-Görzke-Wiesenburg-Belzig-Brandenburg seinen dritten Lauf der Klubmeis-terschaft ab, Bei windigem Wetter stellten sich 12 Fahrer um 7:30 Uhr dem Start. Sieger wurde W. Tauchert in 2:49 Std mit 2 Min. Vorsprung auf Schade-brodt und Papendorf.

Berichtete von der Vereinsmeisterschaft des R.-V. „Corona“ 1900 in drei Läufen insgesamt über 200 km (2 x 50 km, Endlauf 100 km). Der Endlauf am 28.9.24 auf der Strecke Brandenburg-Plaue-Großwusterwitz-Ziesar-Wiesen-burg-Belzig-Brandenburg.Ergebnis: 1.Sauter 10 Pkt., 2. Zarbock 8 Pkt., 3. Un- termann 6 P., Gesamtsieger u. Vereinsmeister: Zarbock 24 P. vor Untermann 20 P. (Titelverteidiger), Sauter 10 P., 

Am 22.4.1925 veranstaltete der B.R.C. „Endspurt“ 1913 bei gutem Wetter sein Rennen: Brandenburg-Belzig-Brandenburg. Zunächst starteten die Alters-und Jugendfahrer-Klassen um 8:12 Uhr, 6 Min. später die Seniorenklasse. Am Paterdammer Berg gab es die ersten Ausreißversuche, jedoch ohne Erfolg. Den Wendepunkt erreichte mit 4 Minuten Vorsprung der Altersfahrer Steguhn vor einer Gruppe bestehend aus Volkmann, Schadebrodt, Dietze und dem mit 4 ½ Min. Vg. bedachten Kriegsbeschädigten Köppen, der durch eine Bahnschranke viel Zeit eingebüßt hatte. Im Ziel waren inzwischen viele Zuschau-er ein-getroffen, vor denen unangefochten der Altersfahrer Steguhn in 1:48,30 Std. (6 Min. Vg.) über das Band ging. danach eine Dreimanngruppe, die sich einen scharfen Endkampf lieferte, der von Volkmann in 1:50,00 Std. mit 2 Radlängen vor Schadebrodt gewonnen wurde, dem  mit einer Vorderradlänge vor Dietze folgte. Weitere Ergebnisse 5. Köppen 1:57.30 Std. Der letzte Fahrer traf nach 2:10 Std. ein.

Am 19.6.1927 veranstaltet der Radrenn- und Tourenfahrerklub „Endspurt“ 1913 auf der Stre>Belzig-Brandenburg den „Großen Endspurt - Preis“ über 90 Kilometer als Vorgabestraßenrennen. Um 7 Uhr wurden 12 Starter in kleinen Vorgabegruppen bei ungünstiger Witterung abgelassen. Zunächst starteten Behring, Schauer und der Jugendfahrer Lenzer. Kabelitz hatte Schaden und musste in Grüningen bereits das Rennen aufgeben. Lenzer und Deichmann (13 ½ Min. Vg.) wurden zwischen Ziesar und Görzke eingeholt. Den Malleuten Schielke und Dietze gelang es, alle Vorgabeleute einzuholen. In der Potsdamer Str. wartete eine ansehnliche Menschenmenge am Ziel. Der Favorit Kuno Schielke gewann überlegen. Ergebnisse: 1. Schielke 2:56.50 Std., 2. Schauer 3:01.40 (3 Vg.), 3. Fr. Dietze 3:02.10, 4. Behring (3 Vg.) 3:03.40,5. Lenzer (Jf.) 3:04.00(8 Vg.), 6. -12. Kuhröher, Feuerbach, Deichmann, Magdanz, Gaida, G. Dietze, Markmiller.

Als „Großer Industriepreis von Brandenburg“ veranstaltet das Gau 24 (Potsdam) ein Straßenrennen am 12.8.1928 über 180 km auf der Strecke: Brandenburg-Nauen-Merkau-Dyrotz-Priort-Kartzow-Fahrland-Nedlitz-Potsdam-Michendorf-Beelitz-Treuenbrietzen-Niemegk-Belzig-Wiesenburg-Görzke-Grüningen-Brandenburg mit vier Wettbewerben für Klasse A-, B-, C- und Altersfahrer. Viele Sponsoren u.a.: Brennabor-Werke, Sachs-Werke /Schweinfurt (Erfinder Torpedo-Naben), der Magistrat der Stadt Branden-burg stiftet Ehrenpreise. Start in der Krakauer Landstraße an der Hutfabrik: 5:45, 5:55 und 6 Uhr C-,B- und A-Klasse. Das Ziel in der Wilhelmsdorfer Landstraße hinter der Planebrücke beim Kilometer 3,4. Neben vielen Bun-dessfahrer angemeldet starteten aus Brandenburg Gierth und Kuhlmey. Titelverteidiger ist Wolf aus Charlottenburg. In BA Nr. 189 am 13.8. 1928 folgt der Rennbericht. Das Rennen hatte eine große Beteiligung. In allen Klassen haben über 150 Rennfahrer aus nah und fern sich dem Starter gestellt. In drei Klassen A bis C wurde das Rennen über 180 km ausgefahren. Die Altersfahrer (D) starteten am Altstädtischen Schützenhaus und fuhren über Rathenow-Nauen zurück nach Brandenburg, immerhin noch 100 km. Die Organisation klappte nur in der näheren Umgebung Brandenburgs gut. Die Besetzung mit Streckenposten und die Markierung waren nicht immer gewährleistet, sodass sich die Spitzengruppe in Dabendorf einmal verfahren hatte. Die Ein-schreibkontrolle in Potsdam fehlte. Trotz der warmen Witterung wurde ein hohes Tempo gefahren. Das Rennen war dadurch schneller, als die Marschtabelle vorsah. Am Ziel in der Wilhelmsdorfer Land-straßen waren noch nicht alle Vorbereitungen abgeschlossen, als die Fahrer eintrafen, was zu einigen Verwirrungen führte. Der Brandenburger Gierth konnte sich in der A-Klasse nicht durchsetzen und fiel in Michendorf bereits zurück und hatte später noch einen Reifen-schaden. Der in der Klasse C startende Kuhlmey stürzte hinter Beelitz, schloss danach nochmals nach vorn auf, fiel wenig später aber wieder zurück.

Ergebnisse der Klassen:

 A: 1. Elpel (Breslau) 5:19.42 Std., 2. Oelböter (Stettin), 3. Spielberg (Charlottenburg)

 B: 1. Fröscher (Friederichsfelde) 5:31.00 Std., 2. Rüdiger (Berlin), 3. Bauer (Charlottenburg)

 C: 1. Brand (Lichtenberg) 5:39.19 Std., 2 Henke (Berlin), 3. Peisler (Berlin)

 D: 1. Schulze (Trebbin) 3:13.20 Std.,vor Kreutzer (Chemnitz) 3:17.29 Std

 Preisverteilung war abends im Schweizer Garten.

 

Brandenburger Anzeiger Nr.87,15.4.1929

Artikel am 15.4.1929 über das Trainingsfahren: Vereinigung Brandenbur-ger Rennfahrer 1910. Gestern fand der erste Trainingslauf zur Klubmeister-schaft auf der Bergstrecke Brandenburg-Belzig-Wiesenburg-Görtzke-Bran-denburg statt, für den 25 Fahre gemeldet hatten und auch starteten. Bis Belzig blieb das Feld zusammen bis auf einige Ausnahmen. In Wiesenburg bildete sich eine Spitzengruppe von 8 Fahrern, die bis zum Ziel beisammen blieb.

Ergebnisse: 1. Otto Gierth, 2. Otto Marschall, 3. Fritz Dietze, 4. Alfred Lehmann, 5. Paul Marschall, 6. Paul Seidler, 7. Fritz Willnat, 8. August Steguhn.

 

Auch ein DDR-Auswahlrennen 1951, welches den Brandenburger Rudi Kirchhoff, der inzwischen für Berlin fuhr, als Sieger sah, führte  über Belzig.

Nicht in Belzig, aber auch im Fläming, veranstaltete 2011 der RV Germania Gräben ein Jedermann-Rennen in Görzke, welches Enrico Bartusch vom Team Bäckerei Gericke aus Bad Belzig gewonnen hat.

Änderung- neuer Termin:

1. September  2019

14. Rietzer EZF

Grund: Rennstrecke fungiert als Umleitungsstrecke, da z.Zt. Straßenbauarbeiten auf dem Autobahnzubringer zur A2 laufen.

 

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Auf diesen  Internetseiten stelle ich  mein  sportliches Hobby vor und berichte über Radsportthemen im Jedermann-Bereich in und um Brandenburg a.d.Havel