Illustrierter Radsport-Express Nr.15, 1948

Mit dem Ende des 2. Weltkrieges erholte sich auch der Rad- sport nach und nach wieder von dem ent- standenen Chaos. Viele erfolgreiche Sportler waren leider im Krieg gefallen. Andere wiederum befanden sich noch in Kriegsgefangenschaft oder  kehrten schwer verwundet  heim. An jene wurde in den Radsportzeitschriften in loser Folge mei- stens durch Adi Kli- maschewsky erinnert.

Doch insbesondere die Berufsradsportler waren die Motoren des Neuanfangs,  denn sie mussten  ja  Geld verdienen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Zum anderen gab es bei der Bevölkerung einen großen Nachholebedarf an Unterhaltung, da Radio und Fernsehen noch keinen Stellenwert besaßen und das Kino bestenfalls eine Wochenschau bot. Man wollte also "live" dabei sein. So kamen zu den damals sehr beliebten (Aschen-)Bahn- und auch Straßenrennen zigtausende  Zuschau- er in die Stadien und an die Strecken.

Ab 1947 erschien dann der "Illustrierte Radsport-Express" mit 52 Heften jährlich a' 10 Seite und berichtete vorwiegend bis 1949 von den Rennen der Berufsfahrer, aber auch von Amateurrennen. Zumindestens in der Ostzone begann eine zunehmende Diskussion über die Umwandlung des Sportbetriebes. Diese Entwicklung kulminierte mit der Gründung der DDR am 7. Oktober 1949. Der Berufsradsport wurde in kurzer Zeit zurückge- drängt.  Wenn nicht schon zu alt für den aktiven Sport, ließen sich einige Fahrer reamateurisieren, wie z.B. E. Zawadski, der später noch viele Jahre als Schrittmacher bei Steherrennen aktiv war.

Neubeginn in Brandenburg a.d. Havel

 

 Erwin Rüdiger  fuhr auf der Aschenbahn schon erfolgreich Rennen. Mit seinem Partner Schwandt war er auch Zweier-Mannschaftsrennen auf der Bahn erfolgreich. Von den Aktivitäten des Radsportes vor dem 2. Weltkrieg ist mir z.Zt. nicht viel bekannt. Immerhin feierte der Radsportverein als Teil des BSC Süd 05  in diesem Jahr seinen 110. Geburts- tag. Einen  Rückschluss auf einige Namen von früheren Radsportlern lässt eine kurze Mit- teilung im Illustrierten Radsport-Express 1948  zu. Da schreibt der Veranstalter, Otto Köpp, aus Brandenburg, Kurstraße 71, ein Bahnrennen zum Gedenken an die alten Branden-burger Radsportler auf der Aschenbahn aus:

Heinz Betge,  Heinz Lotsch,   Günter Köpp  und  Erwin Buck,

waren wahrscheinlich im II. Weltkrieg gefallen, wobei der G. Köpp wohl ein Bruder oder Sohn  von Otto Köpp gewesen sein könnte.

Es  gab offenbar Veranstaltungen  in Brandenburg 1948, die den  Berufsfahrern vorbehalten waren, wie der "Große Preis von Brandenburg. An den Rennen konnten  auch Amateure aus dem Land Brandenburg teilnehmen.

Nächster Termine für Kloster Cup 2017:

18. Juni 2017

"Rund um den alten Weber"

 

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Auf dieser  Internetseiten stelle ich  mein  sportliches Hobby vor und berichte über Radsportthemen im Jedermann-Bereich in und um Brandenburg a.d.Havel