Als Beispiel für diese Zeit solenl diese "Giganten der Landstraße" gelten, die hier ein Rennen über 390 Km ohne Gangschaltung auf grober Pflasterstraße bestritten haben.

Die 2.  Periode des Radsportes in Brandenburg a. d.   Havel 1900 bis 1918

 

In das neue Jahrhundert wird zunächst mit viel Gemütlichkeit begonnen. Das Deutsche Kaiserreich hatte sich in der längeren Friedensperiode wirtschaftlich stark entwickelt. In vielen Städten, so auch in Brandenburg, fand dieser Auf-schwung seinen Niederschlag. Auf einen Weltkrieg deutete nichts hin. So nahmen die „goldenen Jahre“ des Radsports hier, auch besonders dank der neuen Radrennbahn im Sportpark, für mehr noch, als ein Dezennium, ihren Lauf.

                                                                 

Im Folgenden wird ausschließlich über die gesellschaftlichen Veranstaltungen der Vereine, Rennen auf der Straße und die beginnenden Motorrad-Zuverlässigkeits-fahrten berichtet, die zunächst noch an den Zweiradsport durch „Beinkraft“ gekoppelt waren.

 

                                                                      1900

BA., Nr.72, Mo. 26.3. 1900:  Der Radfahrer-Verein „Brennabor“ 1891 feierte am Sonnabend im prächtig geschmückten Hohenzollernpark sein 4.Winterfest. In der wurde in der vergangenen Saison wieder der Beweis erbracht, dass die Mitglieder  im Renn- oder Tourenfahren und dem Saalfahren Tüchtiges leisten.  Ein Frl. Arnold hielt den Festprolog und sprach dabei über die Vorzüge des Radelns auf die Entwicklung von Körper und Geist. Dann folgten Kunstradvorführungen von 4 Damen und 11 Herren u.a. mit der Quadrille usw.  Das Kunstradfahrer-Paar, Jenny und Alban Daßler trat auf mit Sol- und Duett Vorführungen  und erhielt stürmischen Applaus. Dann folgte ein solenner Ball bis in die Morgenstunden .

 

 BA., Nr.123, Mo., 28.5. 1900: Vor einigen Tagen wurde auch in Brandenburg a.d. Havel unter Teilnahme des Gau-Vorstandes Gau 20 des Deutschen Radfahrer-Bundes eine Vereinigung für Wegeverbesserung für Radfahrer gegründet, der bereits sämtliche Bundesvereine des D.R.B. mit über 200 Mitgliedern in corpore beigetreten sind. In anderen deutschen Städten: wie Cassel, Magdeburg, Danzig, Bremen, Augsburg, Köln a. R., Frankfurt a. M., usw. sind die Arbeiten derartig zeitgemäßer Vereinigungen  von großem Erfolg gekrönt worden. Wir glauben deshalb, annehmen zu können, dass  sich die 3000 – 4000 Radfahrer in Brandenburg den friedlichen Bestrebungen der hiesigen Vereinigung an die Seite stellen werden.

 

BA.,Nr.152,Mo.,2.Juli 1900: Radfahrer-Verein „Vorwärts“ 1887 veranstaltet  50 km-Rennen für Mitglieder als Vereinsmeisterschaft auf der Streck Brandenburg-Plaue-Genthin u. zurück. Start und Ziel war vor der Kürassier Kaserne und Wende am Schützenhaus in Genthin. Herr Georg Schmidt siegte in 1:39 Std. Danach  fand für die Vereinsmitglieder ein Frühschoppen auf Ahlert’s Berg statt.

 

BA., Nr. 170, Mo., 23. Juli 1900: *Der Brandenburger „Touren-Radfahrer-Verein“ beging am Sonnabend im Schweizergarten seine Bannerweihe, verbunden mit einem Preis-Reigenfahren. „Der schöne Saal des Etablissements bot durch eine farbenreiche prächtige Decoration ein herrliches Bild, welches wieder einmal der Kunst des Herrn Decorateurs Franz Mehlhaus zur Ehre gereichte“. Die Feier wurde durch einige Concertstücke der Artillerie-Kapelle eingeleitet, denen ein von Fräulein Niere gesprochener Prolog folgte, in welchem der Radfahrsport verherrlicht wird; hierauf wurde von 3 Damen und 3 Herren ein figurenreicher Begrüßungsreigen gefahren, welcher allgemeine Aner-kennung fand. Nachdem die Musikkapelle den Choral „Lobe den Herrn, den mächtigen König der Ehren“ geblasen, hielt Herr Oberbürgermeister Hammer die Weiherede. In geistreicher Weise sprach der Redner über die Erfindungen der Neuzeit und insbesondere über das Fahrrad, auf welchem Raum und Zeit auf das Angenehmste verkürzt würde Sodann gedachte er des Tourenfahrens, das sich der Verein insbesondere zur Aufgabe gemacht habe. Zum Schluss sprach der geschätzte Redner den Wunsch aus, daß das Banner dem Vereine zur Ehre gereichen, zur Einigkeit und Treue der Mitglieder beitragen und dass der Verein blühen und gedeihen möge. Mit diesen Wünschen weihte er das Banner. Nach einigen Dankesworten an den Herrn Oberbürgermeister vom Vereinsvorsitzenden Herrn C. Müller überreichten die Vertreter der eingeladenen Vereine werthvolle Fahnennägel, nämlich:

Berliner Radfahrer-Club „Thiergarten“,  Radfahrer-Verein „Greif“ Ketzin, Radfahrer-Verein Nauen,  Radfahrer-Verein „Victoria“ Nauen, Brandenburger Radfahrer-Verein 1884, Radfahrer-Verein „Vorwärts“,  Radfahrer-Verein „Brennabor“,  Radfahrer-Verein  „Freundschaft“.

Auch ein Mitbegründer des Vereins, Herr Fr. Köppen, hatte dem Fest-Verein einen Fahnennagel  gestiftet. An dem nun folgenden Preis-Reigenfahren betheiligte sich leider nur der hiesige Radfahrer-Verein „Brennabor“. Der gutgefahrenen Reigen brachte den Verein einen schönen Preis ein, außerdem erhielt der Verein den ausgeschriebenen Ehrenpreis für denjenigen hiesigen Verein, welcher am zahlreichsten vertreten war. Von auswärtigen Vereinen erhielt der Radfahrer-Verein Nauen den Ehrenpreis für zahlreiche Anwesenheit. Der letzte Theil des Festes bestand in einem Festball, welcher die Theilnehmer bis in aller Frühe zusammenhielt.

 

BA.,Nr.176, Mo., 30. Juli 1900: Der Brandenburger Radfahrer-Verein „Vorwärts“ 1887 veranstaltete gestern sein diesjähriges Vorgabefahren über 85 km lange  Strecke Brandenburg-Rathenow-Genthin Brandenburg. Abgesehen von dem scharfen Gegenwind  war die Veranstaltung des Vereins vom besten  Wetter begünstigt.

Als Erster langte nach 3 Std. 7 Min. Fahrzeit Otto Deickert am Ziel an; ihm folgten als Zweiter Schmidt und als Dritter Lutter.

Trotz der gut bemessenen Vorgabe bis zu 15 Min. traf der Sieger  in tadelloser Verfassung ein. Ein gemüthlicher Frühschoppen vereinigte die Mitglieder  und viele Gönner des Vereins  auf Ahlerts Berg, wo auch gleich die Preisvertheilung stattfand. Jedenfalls reiht sich diese Veranstaltung den früheren würdigen an und wünschen auch wir dem rührigen Verein ferner die besten Erfolge.

  

Lokales                                                                                                      

*Sportliches.  Auf der diesjährigen  Radfernfahrt Hamburg - Berlin,  an  der  61 Fahrer  theilnahmen, errang der hiesige  Rennfahrer Gericke auf  einem Excelsior-Rade den dritten Preis, trotzdem ihm  einige Pneumaticdefekte  passirten. Gericke durchfuhr die 257 km lange  Strecke   in 11 Stunden,  28 Minuten und  49 2/5 Secunden.

(Originalschreibweise)                                                                                                  Brandenburger Anzeiger am Dienstag, 21.8.1900

 

 BA.,Nr.211,Sa, 8.9.1900: * Dass der Radfahrsport in unsere Stadt in hoher Blüte steht, beweist die Thatsache, dass in diesem Jahre bis zum heutigen Tage 2612 Radfahrkarten von der Polizeiverwaltung ausgegeben sind. Hierzu kommt eine große Anzahl Radler, welche die bekannte gelbe Karte nicht besitzt.

                                             

 

                                                                                        1901 

 

                16. großes Winterfest des Brandenburger Radfahrer-Vereins von 1884

 

BA,Nr.11,Mon., 14.1.1901:  Auf Ahlert’s Berg hatte sich  am Sonnabend eine große Schar von Gästen  im hübsch decorirten großen Saal eingefunden, der mit würzigem Tannenduft gefüllt war, um am Winterfest Theil zu nehmen. Damen in hellduftigen Roben boten die anmuthsvolle Umrahmung zum sportlichen Treiben in der Mitte des Saales. Zunächst erfolgte der Festeinmarsch mit schwungvollem Prolog.  

Das Begrüßungsfahren, durchgeführt von 6 Damen und 12 Herren des Vereins, leitete die Festlichkeiten mit ihren sportlichen Vorführungen ein. Es folgte ein kunstvoller, figurenreicher Radreigen. Dahinter spielte man einen lustigen Radlerschwank. Ihm schloss sich ein Radpolo, gespielt von vier Herren an. Die Gäste wurden auf das Angenehmste unterhalten und spendeten viel Beifall für alle gezeigten Darbietungen. Daran schlossen sich ein heiteres Festmahl und ein flotter Ball an, der die frohe Sportsgemeinde  bis in die frühen Morgenstunden  zusammen hielt. Eine Tombola die liebenswürdiger Weise jedem einen Gewinn spendete, bescherte den Theilnehmern manch reizendes und nützliches als Andenken an dieses froh verlebte Fest.

 

BA,Nr.35, Mo.11.2.1901: Fünftes Winterfest des Radfahrer-Verein „Brennabor“ 1891 am Sonnabend in „Elysium“ nahm einen schönen Verlauf. Der Ball-Saal war mit Radfahrer-Emblemen geschmückt und ein in duftigen Ball-Toiletten gehüllter Damen-flor besetzter Saal machten einen vornehmen Eindruck. Es gab einige Vorführungen sportlicher Darbietungen. Zur Verschö-nerung des Festes hatten sich außer Vertretern der hiesigen Radsportvereine auch Deputationen befreundeter Sport-Vereine aus Lünow, Klein Kreutz, Groß Wusterwitz, Päwesin und aus Berlin von den Vereinen „Merkur“ und „Concordia“ eingefunden. Nach einigen Concertstücken  der Hauskapelle, sprach Frl. Arnold, Tochter des Vorsitzenden, einen wirkungs-vollen Festgruß, welcher in dem Wunsch ausklang, dass Fortuna für ewige Zeiten im Kreise Brennabor walten möge.                                              

Dann wurden sportliche Vorführungen auf Rädern von 6 Damen und 6 Herren des Vereins gefahren: Eine Polonaise und eine Quadrille. Solo- und Duettkunstfahren vom Geschwisterpaar Fritz und Frieda Böhme erhielten viel Beifall. Auch Herr Quasdorf vom Verein „Merkur“ bekam einen solchen. Ein symbolisches Wettfahren über 5 km zwischen einem Reiter und einem Radfahrer, des auch seinen obligatorischen Sturz hatte, endete mit dem klaren Sieg des Radfahrers und erzeugte viel Heiterkeit Die Siegprämie betrug 100 Mk. Ein Ball mit flottem Tanz zum Spiel  von zwei Musikkapellen dauerte bis in die frühen Morgenstunden.

 

BA.,Nr.47, Mo., 25.2.1901: Der Radfahrer-Verein „Corona“ feierte am Sonnabendabend im neustädtischen Schützenhause sein 1. Stiftungsfest. Viele Gäste waren erschienen und spendeten für das abwechslungsreiche Programm reichlich Applaus. Die Herren Geppert und Gärtner führten viele sportliche Höchstleistungen im Solo und Duett vor und mussten oft Zugaben geben. Es wurde in einer Reihe effectvoll arrangirter lebender Bilder Radlers Freud und Radlers Leid in humorvoller Weise dargestellt und damit lebhafte Bewunderung erzeugt. Vor allem aber bildeten die pantomimische Darstellung der parodistisch auf das Rad zugeschnittene Posse „Robert und Bertram“ der Glanzpunkt des Abends. Ein flotter Ball bildete den Schluß des Festes. Sein glückliches Gelingen hat gezeigt, dass der junge Verein den Vergleich mit seinen übrigen Kameraden am Platze nicht zu scheuen braucht.

 

BA.,Nr.61,Mi.13.3.1901: Der Brandenburger R.-V. von 1884 errang am vorigen Sonnabend in Berlin im Preisreigenfahren, bei dem großen Winterfest des Gau 20, welches in den Gesamträumen der Philharmonie stattfand, den dritten Preis. Eine zahlreiche, erstklassige Concurrenz mit 10 Vereinen war anwesend. Dadurch war der Kampf um die Palme sehr schwer. Es war eine knappe Entscheidung zwischen B. R.-V. 18884 mit 11,5 Punkten mit nur 8/100 P. hinter R.-V. „Sport Berolina“, der 11,58 P. erreichte.

 

BA,Nr.71,Mo.,25.3.1901: Der Brandenburger Radfahrerverein „Vorwärts“ 1887 beging am Sonnabend im geschmückten Saale  von Ahlert’s Berg die Feier seines 14. Stiftungsfestes durch eine Abendunterhaltung mit anschließendem Ball. Ein Prolog wurde von einer jungen, dem Verein angehörenden Dame, gesprochen. Es folgten Vorführungen von exaktem Reigenfahren durch Damen und Herren des Vereins. Zum Schluss erlebten die Anwesenden ein flott gespieltes Theaterstück und einige Concertpiécen der Kapelle des Kürassier-Regimentes und ein Radwettfahren. Alles war  sehr gelungen und heiter.

 

 BA.,Nr.127, Mo.,3.6.1901: Der Brandenburger Radfahrer-Verein „Vorwärts“ 1887 veranstaltete gestern wie alljährlich in dieser Zeit sein erstes Rennen und damit das Anfahren der Vereinsmeisterschaft 1901. Das höchstinteressante Rennen, welches ohne größere Unfälle von Statten ging, war gut besetzt und ging über eine Strecke von 50 km. Als Schrittmacherapparate fungirten eine Anzahl Tandems. Trotz der enormen Hitze und des herrschenden merklichen Windes wurden recht gute Zeiten erzielt.

Als Sieger ging Herr Gustav Gräben (auf Corona-Fahrrad) durchs Ziel. Obwohl er unterwegs stürzte, ohne sich indes ernstlich zu verletzen, erreichte er die brillante Zeit von 1 Std. 26 Min. 32 2/5 Sec. Gleich nach Startschuss sicherte er sich einen großen Vorsprung, um der er sich auch nicht mehr bringen ließ. Als Zweiter ging Herr Georg Schmidt, der bisherige Clubmeisterfahrer, übers Band in 1 Std. 36 Min. 30 1/5 Sec., seine vorjährige Zeit um ca. 4 Min. verbessernd und er hätte wohl noch eine bessere Zeit erzielt, wenn er nicht durch einen Reifendefect seiner ihn vorzüglich führenden Schrittmachermannschaft gezwungen gewesen wäre, ca. 5 km ohne Führung zu fahren. Als ebenfalls guter Fahrer zeigte sich Herr Hans Demohn, der als Dritter einlief in 1 Std. 40 Min. 36 3/5 Sec., eine für diesen, sein erstes Rennen  im Verein Fahrenden, recht gute Zeit. Auch er hatte  ein großes Stück ohne Schrittmacher fahren müssen.

Die übrigen Fahrer trafen in geringen Abständen ein. Nach dem Rennen vereinigte man sich zu einem gemüthlichen Frühschoppen auf Ahlert’s Berg, wo auch die Preisvertheilung stattfand. Der nunmehrige Meisterfahrer Herr Gräben leistete indes als altbewährter Fahrer und in Anbetracht der vorzüglichen Zeit, die er gefahren war, auf das ihm zustehende goldene Abzeichen zu Gunsten des zweiten Siegers Herrn Schmidt Verzicht.

 

 

BA Nr.127, Mo., 3.Juni 1901:  Eigenthümliches Pech hatte gestern Morgen ein hiesiger Radfahrer, der auf der Chaussee in der Nähe von Plaue mit einer Landfrau  zusammenstieß, welche eine große Anzahl Eier in der Kiepe trug. Durch den Zusammenprall wurde die Kiepe mit den Eiern auf die Erde geschleudert, wodurch die Eier sämtlich zerbrachen. Der unglückliche Rennfahrer einigte sich schließlich mit der Frau dahin, dass er dieser den entstandenen Schaden von 7,50 Mark ersetzte.

                

                                         

                                          Bericht über die Automobil-Fernfahrt Paris-Berlin                  

 

BA.,Nr.148,Do.,27.6.1901: Ein Fahrzeug der Brandenburger Automobilfabrik Kondor-Fahrradwerk war ebenfalls am Start. Unterwegs waren in größeren Abständen, so auch in Brandenburg, Kontrollstellen eingerichtet. In Brandenburg lag die Organisation in den Händen der größeren etablierten Radfahrer-Vereine: B.R.-V. 1884,  R.-V. „Vorwärts“ 1887, Touren-R.-V. und  R.-V. „Brennabor“. Bei diesen Vereinen lag das „know how“, und sie hatten die personellen Voraussetzungen zur Bewältigung dieser Aufgaben der exakten Zeitkontrollen. Als „Controllbeamte“ für die Eingangs- und Ausgangskontrolle in den dafür eingerichteten Stationen waren namhafte Persönlichkeiten des Radsportes dieser Zeit, wie die Herren Tatatzky (privater Geschäftsmann) und Direktor Louis (Brennabor), sowie Herren Hollerbaum (Direktor Sportpark) und Jurth (Bauunternehmer) berufen.

 

 

Der Radsport war noch bis in die fünfziger Jahre mit dem Motorsport (Motorrad und Auto) verflochten, was man an der anfänglichen  Herausgabe einer gemeinsamen Fachzeitschrift „Illustrierter Radsport und Motorrennsport“ bis 1951 ablesen kann.

 

 BA.,Nr.209, Di., 27.8.1901: Der Brandenburger Radfahrer-Verein „Vorwärts“ 1887 hielt am letzten Sonntagnachmittag auf der Chaussee Plaue-Bensdorf sein zweites diesjähriges Rennen ab, an welches sich die Preisvertheilung mit Kränzchen im Hertwig’schen Saale in Plaue anschloss. Es herrschte herrliches Wetter. Per Rad, Kremser und Dampfer gelangten der Verein nebst seiner zahlreichen Gäste nach Plaue. Nach kurzem Aufenthalt daselbst begab sich der Verein mit dem Banner an der Spitze des Zuges an die Rennstrecke.

1. Erstfahren 2000 m (3 Ehrenpreise): 1. Kurt Brümmer mit mehreren Radlängen vor Fritz Sengespeik    und  Bruno Braunsberger 

2. Damenlangsamfahren 100 m (3 Ehrenpreise): 1. Frl. Bertha Wiese, 2. Frl. Johanna Krüger, 3. Frl.   Helene Schierwagen.

3. Hauptfahren 5000m (Wendpunkt): (3 Ep.): 1. Gustav Gräben, 2: Georg Schmidt, 3 Hans Demohn

4. Seniorenfahren 1000 m, 3 Ep.: 1. Fritz Lücke, 2. Max Kübner, 3. Ernst Häuser

5. Vorgabefahren 5000 m (Wendpunkt) (3 Ep.): 1. Hans Demohn (125 M), Georg Schmidt (vom Mal), 3. Fritz Sengespeik (500 m).

Die Vorgaben waren etwas reichlich bemessen, Herr Schmidt konnte deshalb trotz enormer Anstrengung nicht aufholen und landete als Zweiter, er fuhr dieselbe Zeit. Herr Gräben, der wohl auch dieses Rennen gewonnen hätte, hatte in anerkennenswerter Weise auf einen Start verzichtet.

6.Tandemfahren 3000m,3 Ep.: 1.Lücke-Gräben, 2. Brünner-Schmidt, 3. Ranneberg-Demohn

7. Trostfahren 2000 m (Für Fahrer, die am Tage keinen Preis erringen konnten) 1. Ernst Kabisch, 2. Paul Säger

   

Nach dem Rennen fand im Hertwig’schen Saale in Plaue die Preisvertheilung statt. Gegen 1 Uhr wurde dann nach fröhlich verlebten Stunden die Heimreise auf dem Dampfer „Deutschland“ angetreten. Alles in Allem kann der rührige Verein wieder auf eine wohlgelungene Veranstaltung zurückblicken.

                                                                      

                                                                                      1902

 

 BA.,Nr.41,Di., 18.2.1902: Der Radfahrer-Verein „Brennabor“ 1891 feiert am kommenden Sonnabend in den Räumen des „Elysium“ sein 6. Winterfest mit größeren sportliche Veranstaltungen  wofür  mit Herrn Gustav Marschner aus Bautzen, eine auserwählte Kraft im Kunstfahren zu gewonnen werden konnte. Es sollen eine Quadrille von 6 Fahrern des Vereins und ein Rad-Ball Spiel von 6 Herren durchgeführt werden.

 

BA.,Nr.54,Mi., 5.3.1902 Der Brandenburger Radfahrerverein „Vorwärts“ 1887 veranstaltete am 8.3. Abends ½ 8 Uhr in den Gesamträumen von  Ahlert’s Berg  zur Feier seines 15jährigen Bestehens sein diesjähriges Winter-Saalfest. In Gestalt eines Gala-Costüm-Festes. In den letzten Jahren wurde wegen der hohen Unkosten auf derartige große Feste verzichtet. Es soll ein umfangreiches sportliches Programm geboten werden. Höhepunkte waren der Auftritt der deutschen Kunstmeisterfahrer Herren Döring und Müller, sowie die 12 Herrenfahrer die in completer Infanterie-Uniform feldmarschmäßig ausgerüstet ein Niederradmanöver durchführten. Der Geldüberschuß des Abends soll wieder wohltätigen Zwecken zur Verfügung gestellt werden.

 

BA., Nr. 133, Di., 10.6. 1902: Der Brandenburger Radfahrerverein „Vorwärts“ 1887 veranstaltete am letzten Sonntag, 8.6.1902, früh um 6 Uhr sein erstes diesjähriges Rennen und zwar handelte es sich um das Ausfahren der Vereinsmeisterschaft über 50 km mit Schrittmachern auf der Strecke Branden-burg-Plaue-Genthin und zurück. Herr Gustav Gräben, der vorjährige Meisterfahrer, passirte auch in diesem Jahr als Erster das Band und hatte von einem Dreiradmotor geführt, die genannte Strecke in der sehr achtbaren Zeit von 1:27.351/5 Std. zurückgelegt und riss dadurch die Meisterschaft an sich. Ebenso vorzüglich fuhr Herr Hans Demohn, welcher, nur durch Tandem unterstützt, die 50 km in 1:29.16 Std. hinter sich brachte, also nur 1 Min. 341/5 Sec. hinter dem Ersten zurückblieb. Als Dritter landete Herr Georg Schmidt in der Zeit von 1:34.291/5 Std. Derselbe wurde bei dem Rennen arg vom Pech verfolgt, indem er gleich im ersten Drittel der Strecke eine Zeit ohne Führung war, er hätte somit sicher ein besseres Resultat zu verzeichnen gehabt. Die übrigen Herren trafen in verschiedenen Abständen ein.

Auf Graves Berg fand dann die Preisvertheilung statt, der sich ein fideles Zusammensein aller am Rennen betheiligt gewesenen Personen anschloss.

 

BA.,Nr.156, Mo., 7.7.1902:    Sportliches: Gelegentlich des gestrigen Radfahrerfestes in Burg, woselbst der dortige „Velocipeden-Club“ von 1882 unter großer Betheiligung auswärtiger Vereine sein 20. Stiftungsfest feierte, errang sich beim Preis-Corsofahren der Brandenburger Radfahrerverein „Vorwärts“ 1887 den 4. Preis und  der hiesige „Rad-Club“ 1899 den 6. Preis. Bei der Werthung standen mit gleicher Punkten der „Vorwärts“ 1887 mit einem Radfahrerverein aus Gerwisch an dritter Stelle, sodass die Zuertheilung des 3. Preise an diese beiden Vereine durch das Loos erfolgen  müsste. Beim Rad-Wettfahren auf der gestern neu eröffneten Rennbahn des Sportparks Herrenkrug bei Burg holte sich der Vorgabefahrer, Herr Demohn aus Brandenburg, einen 3. Preis.

 

BA.,Nr.192,Mo.18.8.1902: Sport: Die Fernfahrt „Rund um Berlin“, die gestern vom Gau 20 (Berlin) des D. R.-B. veranstaltet wurde, hatte unter ungünstiger Witterung wesentlich zu leiden. Infolge der Regengüsse in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag und während des gestrigen Tages waren die Chausseen schlecht befahrbar. Eine ganze Anzahl von den gemeldeten 136 Fahrern verzichtete deshalb schon von vornherein, und es starteten schließlich 127. Die Streckenlänge betrug 240 km. Der Start erfolgte in Potsdam auf der Chaussee nach Saarmund früh um 5 Uhr. Das Ziel war ebenfalls in Potsdam zwischen den Ortschaften Marquardt und Bornim. Die Strecke verlief von Potsdam über Trebbin-Zossen-Königs-Wusterhausen-Fredersdorf-Erkner-Kalkberge-Alt Landsberg-Bernau-Stolzenhage-Oranienburg-Löwenberg-Herzberg-Kremmen-Börnicke-Nauen-Potsdam. Kontrollstationen befanden sich in Zossen, Klankberge, Oranienburg und Herzberg. Als Sieger ging nach 9 Std. und 45 Sec. Goetzke-Berlin Club „Zugvogel“ durchs Ziel. Zweiter wurde in derselben Zeit mit einer halben Radlänge hinter dem Ersten Johannes Kraatz „Borrussia „ Berlin.

Der bekannte Herrenfahrer, Gustav Gräben aus Brandenburg hatte die Weiterfahrt wegen Reifenschadens in Bernau aufgegeben.

 

 

 

 BA.,Nr.217, Di., 16.9.1902: Der Rad-Club „1899“ hielt am vergangenen Sonntag ein Chaussee-Rennen ab, das folgenden Verlauf nahm:

1. Niederrad-Hauptfahren 2000 m:            1. Paul Schmidt, 2. O. Kiesewetter, 3. P. Schliemann

2. Tandemfahren 3000 m:                            1. Schmidt/Thiele, 2. Schliemann/Altmann,                          

                                                                        3.Hempel/Kiesewetter

3. Niederrad-Vorgabefahren 5000 m:         1. H. Schmits (1:40 Min. Vg.), 2. A. Hitzbleck (2 Min. Vg.), 3. 

                                                                        A. Amm (1:10 Vg.)

4. Trostfahren 1000 m (Unplatzierten offen): 1. E. Meyer, 2. H. Peter, 3. W. Dietze.

Die Preisvertheilung erfolgte im Wilhelmsgarten.

                                                          

 

                                                                                      1903

 

                                 Offizielle Einweihung des Radfahrerweges nach Wilhelmsdorf.

BA.,Nr.109, Mo., 11. Mai 1903: Am Mittag um 1 Uhr setzte sich der Festkorso von Radfahrern mit geschmückten Rädern am neustädtischen Markt in Bewegung. In dem imposanten Zug mit vielen Einzelfahrern hatten sich auch Mitglieder von vielen Radfahrer-Vereinen  der Stadt und des Umlandes eingereiht: Brandenburger Radfahrer-Verein von 1884, Radfahrer-Verein „Vorwärts“, Radfahrer-Verein „Corona“, „Brennabor“ und Rad-Club 1899. Von außerhalb die Radfahrer-Vereine, aus Götz, Groß-Wusterwitz, Jeserig, Lehnin und Rathenow. Die Fahrt ging zunächst bis nach dem Neuen Krug und dann zurück zum Sportpark .        (Siehe weiter dort).

 

 

BA.,Nr.155,Mo.,6.6. 1903: Bei dem Preiskorso, der gestern beim Gaubezirksfest in Burg mit großer Beteiligung auswärtiger Vereine gefahren wurde, erhielt der Brandenburger Radklub 1899 den 2. Preis.

 

                                                                                      

                                                                                     1904

 

BA.,Nr.90,Mo.,18.4.1904: Die Feier des 20. Stiftungsfestes beging am Sonnabend im Concerthause der Brandenburger Radfahrer-Verein 1884. Die Feier erfolgte in Form eines großen Herren-Commerses mit sportlichen und sonstigen Aufführungen. Es wurden Vertreter befreundeter Vereine eingeladen, die auch reichlich erschienen. Der Saal war dadurch gut ausgefüllt. Der Magistrat war durch den Stadtrat Bode vertreten. Vertreter des zum Deutschen Radfahrerbund gehörenden vereine „Vorwärts „1887, „Brennabor“, ferner der hiesige Turnverein „Germania“. Von auswärts  kamen der Berliner Bicycle-Club „Germania“ 1883 und der  gleichnamige Verein aus Rathenow. Ingenieur Louis trug einen schwungvollen Prolog vor. Danach folgten Reigenfahrten und Kunstradvorführungen. Der Verein  1884 hatte in den 90er Jahren damit seine Blütezeit. Dann begann der eigentliche Commers. Der 1. Vorsitzende Fabrikant Carl Reichstein brachte das Kaiser-Hoch aus. Herr Maurermeister Jurth hielt die Festrede und gab einen eindrucksvollen Rückblick auf die ehrenvolle Geschichte des Vereins Es folgten Musikeinlagen von der Musikkapelle der Kürassiere und der Abgesang ehrenvoller Commerslieder. Ein Lichtbildervortrag erinnerte an das bisherige Vereinsleben. Von den eingeladenen Vereinen wurden weitere Ansprachen mit Glückwünschen gehalten. Der Berliner Verein überreichte ein künstlerisch angefertigtes Diplom.                                

Die Feier verlief in bester Weise und noch oft dürften die Theilnehmer daran zurückdenken. Hier kann man die Festschrift lesen.

 

 

BA.,Nr.104, Mi., 4.5.1904: Der Brandenburger Radfahrer-Verein 1884 wird sich heute Abend im Zirkus Busch zu Berlin an dem dort veranstalteten großen olympischen Spielen beteiligen. Auch der deutsche Kronprinz hat sein Erscheinen zu der Veranstaltung zugesagt, bei der die Spitze und die herrschenden Kreise Berlins und der Mark in weitgehendster Weise beteiligt sind.

 

BA.,Nr.123,28.5.1904   Bericht Verein für Radfahrwege

 

 BA.,Nr.137, Di., 14.6.1904: Sportliches:  Der hiesige Radfahrerverein „Vorwärts“ 1887 und „Radclub 1899“ hatten sich am Sonntag nach Ziesar zur Bannerweihe des dortigen Vereins begeben. Die gastliche Stadt bereitete den Radlern einen überaus herzlichen Empfang. Erschienen waren auch die Vereine aus Burg, Genthin, Görzke, Loburg und Belzig. Beim Korsofahren erhielt den 1. Preis mit 11,47 Punkten „Borussia“ Genthin, den 2. P. mit 10,99 P. „Germania“ Burg, den 3. P. mit 10,68 P. „Vorwärts“ Brandenburg, den 4. Preis mit 10,60 P. „Adler“ Görzke. Die „Germania“ habe ihren Preis besonders der Bannergruppe zu verdanken, bei welcher vier Damen mitfuhren. Im Reigenfahren wurde der „Radclub 1899“ aus Brandenburg der 1. Preis zuerkannt. Für das neue Banner wurden verschiedene wertvolle Fahnennägel gestiftet.                                                               

Mit einem fröhlichen Radlerball, von dem die letzten der hiesigen Teilnehmer erst gegen 5 Uhr früh zurückkehrten, fand dann in allen teile gut verlaufenen Vergnügen seinen Abschluss.

 

BA,Nr.137 , Di., 14.6.1904: Kurse Abhandlung über das Radeln als Schönheitsmittel für die Haut  und deren Teint der Frauen mit Tipps für die Hautpflege nach einer längeren Tour.

 

BA.,Nr.144, Mi., 22. 6. 1904: Bei der Zuverlässigkeitsfahrt für Motor-Zweiräder  von Frankfurt a.M. nach  Berlin, bei welcher die Fahrer auch Brandenburg passiert haben, sind zwei Herren aus unserer Stadt auf ihren Brennerbor-Motorrädern als Sieger hervorgegangen, indem vom Sport-Ausschuss des Deutschen Radfahrerbundes Herrn Kaufmann Johannes Pundt der erste Preis, Herrn Karl Reichstein jun. der dritte Preis zuerkannt wurde. Die Herren haben die 621 km lange Strecke ohne Störung in ca. 16 Std. zurückgelegt, obwohl sie keine Berufsfahrer sondern Herrenfahrer sind. Das bedeutet einen Triumph für hiesige Industrie gegen die große Konkurrenz der Motorradbauer, aus der Brennabor als Sieger hervorging.

 

BA.,Nr.154, Sa., 4.7.1904:  Einwohnerzahl von Brandenburg ohne Militär 46988, mit Militär 50670.

 

 BA.,Nr.155, Di., 5. 7.1904: Sportliches: Der Brandenburger Radfahrer-Verein „Vorwärts“ 1887 veranstaltete am letzten Sonntag das Anfahren mit der diesjährigen Vereinsmeisterschaft, und zwar auf der Strecke Brandenburg-Genthin und zurück. Als Sieger ging aus diesem Rennen über 50 km mit Motorführung her Georg Schmidt-Brandenburg hervor, der von einem Brennabor-Motor geführt, die Strecke in 1:17.56 Std. hinter sich brachte, dabei die vorjährige Fahrzeit um 10 Min. verbesserte. Als Zweiter landete eine halbe Minute später Herr Jul. Kaupert von hier während Herr Gustav Gräben, der bekannte frühere Herrenfahrer, den 3. Platz belegte. Die übrigen Fahrer trafen in kurzen Abständen ein. Im Stadtpark fand als dann die Prämiierung der Sieger statt, dem sich ein Herren-Kommers anschloss, bei dieser Gelegenheit wurde auch eine Sammlung zugunsten des vor kurzem in Magdeburg tödlich gestürzten französischen Dauerfahrers Paul Dangla veranstaltet, deren Ertrag an die „Radwelt“ abgeführt werden soll.

Weitere Meldung: Bei dem Gästerennen, das am Sonntagnachmittag von dem Brandenburger Touren-Radfahrerverein 18896 gelegentlich einer sportlichen Festlichkeit arrangiert worden war, liefen auch beide oben erwähnte Herren Schmidt und Kaupert als Erster  bzw. Zweiter  durchs Ziel. Die Strecke betrug 28 km.

 

BA.,Nr.166, Mo., 18.7.1904: Braunschweig: Beim gestrigen Radrennen stürzte der Magdeburger Dauerfahrer Luther und blieb sofort tot liegen.

 

BA.,Nr.202, Mo. 29.8.1904:  Sport; Über die Radfernfahrt „Rund um Berlin“ über 240,9 km wird  u.a. berichtet: Das Rennen wurde erstmals unter Führung von Motor-Schrittmachern „Töff-Töff“ ausgetragen. Der Brandenburger Johannes Pundt belegte zweiten Platz.

Ergebnisse:

  1. H. Steffen-Beelitz                                 (Brennabor) 6:58.48 Std.
  2. J. Pundt-Brandenburg                         (Brennabor) 7:00.56 Std.
  3. H. Bachmann                                       (Brennabor) 7:0134 Std.
  4. J. Menzel-Berlin                                   (Progreß) 7:05.20 Std.
  5. 5. E. Glombitza-Berlin                        (Neckars-Ulm)    (in Kopie)

 

 

                                                  

                                                                                      1905

 

BA.,Nr.32, Di.,7.2. 1905: Radfahrer-Verein  „Corona“  feierte am Sonnabend in „Elyseum“ sein 5. Winterfest. Dieses war gut besucht und zeigt, dass der Radfahrsport in BRB in voller Blüte steht.Vom Radclub „Stern“ Wannsee wurde ein Radpolospiel vorgeführt. Ein Radreigen von je 6 Damen und Herren, Das Kunstfahrer-Paar Fritz und Frieda Böhme trat auf. Der Fabrikdirektor Ernst stifte einen Bannernagel für das kürzlich angeschafft Vereinsbanner.

 

BA.,Nr.62., Di., 14.3.1905: Der R.-Verein „Vorwärts 1887“ feierte sein 18. Stiftungsfest mit künstlerischen Darbietungen, Reigenfahren. Dem folgte ein Ball bis in die frühen Morgenstunden.

 

BA.,Nr.67, Mo., 20.3. 1905: Berichtet über Sitzung des Vereins für Radwegebau

 

BA.,Nr.115, Mi., 17.5.1905: Beim Frühjahrsfest des  Radfahrvereins  „Germania“ Genthin errang der Radfahrer-V. „Brennabor“ Brandenburg im Reigenfahren mit 9,4 Pkt. Den 2. Preis. Sieger wurde mit 11 Pkt. „Germania“ Uchtdorf.

 

BA.,Nr.120, Di., 23.5.1905: Meldung: Der hiesige Verein für Radfahrwege habe in Verhandlungen mit der Stadt erreicht, dass das Bankett auf der Chaussee in Richtung Plaue als Fahrweg für Fahrradfahrer frei gegeben wird.

 

BA.,Nr.123, Fr., 26.5. 1905: Internationale Zuverlässigkeits-Fernfahrt Berlin-Potsdam-Frankfurt a.M. für Kraft-Zweiräder. Beim Stopp in Brandenburg werden die Fahrer von den Radfahrer-Vereinen betreut. Erste Etappe geht bis Kassel. Von Brandenburg nahmen 6 Fahrer teil: Vom Radfahrer-Verein 1884 Joh. Pundt u. Robert Köhler. Außerdem noch Paul Müller, Richter, Blau u. Grüneberg. Start Sonnabend um 5 Uhr in Potsdam „Restaurant  Sanscoussi“

 

BA.,Nr.141,Mo.,19.6.1905: Veranstaltet vom „Radklub 1899“  fand ein Radrennen mit Motorradschrittmacher auf der Chaussee zwischen Brandenburg – Plaue-Genthin u. zurück ohne Unfall statt. Start und Ziel war am Altstädtischen Friedhof. Ergebnisse wurden nicht gemeldet

 

 

                  1906

 

BA.,Nr.32, 7.2.1906: Vom hiesigen Radsport: In der am Montagabend stattgefundene gemeinschaftlichen Versammlung des Brandenburger Radfahrer-Verein „Vorwärts“ 1887 und dem „Rad-Klub 1899“ wurde der Zusammenschluss der beiden Vereine unter dem neuen Namen „Rad-Klub Vorwärts 1887/1899“ beschlossen. Der neue Verein verfügt über zahlreiche Kräfte, um den Radsport in altgewohnter Weise pflegen zu können und wird voraussichtlich das am 10.3. d. Js. Im „Stadtpark“ abzuhaltende „Stiftungsfest“ durch neue sportliche Darbietungen sich dem früher hier schon Gebotenen würdig anreihen. Vereinslokal ist, wie früher, das Restaurant „Patzenhofer“, Hauptstraße 73/74.

 

BA.,Nr.52, Frei.,2.3.1906:  Kopie vorhanden

 

BA.,Nr.200, Mo., 27.8.1906: „Rund um Berlin“ des Gau 20. In Bornim starteten 158 Teilnehmer, wovon nur 48 in der vorgegebenen Maximalzeit das Ziel in Klein Machnow erreichten. Sieger wurde Otto Goetzke in 9:42.11 Std.  für die 241,7 km lange Strecke. Schlechtes Wetter mit heftigem Regen und Sturm gestaltete die Fahrt sehr anstrengend. Eine Gruppe Motorradfahrer bewältigte die gleiche Strecke in 7:15.07 Std. Sieger wurde ein Teilnehmer aus Beelitz. Rad-und Motorradsieger fuhren aus Brennabor-Maschinen.

 

BA.,Nr.20,Mo., 2.9.1907:  Unter reger Teilnahme nahmen die gestern vom Radfahrer-Verein Corona 1900

Veranstalteten Rennen einen glänzenden Verlauf. Die Resultate sind folgende:

  • 5 km Vereins-Vorgabefahren:         1. Wiebe, 2. Otto
  • 20 km Gästefahren:                          1. Kaupert, Richter, 3. Eisenmenger (Rad-Klub Vorwärts), 4.Stage (Einzelfahrer)
  • Langsamfahren für Herren:            1. Angermann, 2. Otto
  • Langsamfahren für Damen:            1. Frl. Siegert

 

Ein im Schultheiß abgehaltenes Kränzchen mit Preisverteilung beschloss die schöne Veranstaltung und hielt die Festteilnehmer in fröhlicher Stimmung noch lange zusammen.

 

BA.,Nr.132, 8.6.1907:  Automobilstatistik: Am 1.1.1907 waren im deutschen Reiche 27026 Kraftfahrzeuge zugelassen. 95,5% aller Kfz dienten dem Personentransport. Die meisten fuhren, abgesehen von Berlin, im Westen des Reiches. Bei Unfällen gab es im 1. Hj. 1907 1570 verletzte und 51 gestorbene Personen (9 Führer, 9 Insassen der Autos und 33 dritte Personen. Ursache war meistens ein zu hohes Tempo oder es wurde nicht früh genug die Hupe bedient. Nur selten gab es ein Versagen der Bremsen.

 

BA.,Nr.170, 23.7.1907:  Sportstatistik: Im dt. Reiche gibt es u.a. im Radfahrsport 16 Verbände mit 115507 Mitgliedern

                                                          

                                                                                          1908

 

1908 schloss sich der DRB  dem mächtigen Verband Deutscher Radrennbahnen (VDR) an, wodurch der Konflikt beendet wurde.

 

BA.,Nr.77, Di., 31.3.1908: Das Gala-Saalfest des Rad-Club „Vorwärts“ 1887/1899 vom letzten Sonnabend gestaltete sich zu einer sportlichen Veranstaltung ersten Ranges: Überfüllte Räume auf „Ahlerts Berg“ und ein umfangreiches Programm mit 20 Programmnummern.

Der Ehrenvorsitzende des Gau 20 im  Deutscher-Radfahrer-Bund, Herr Direktor Ernst Louis, präsidierte. Im Präsidium saßen auch der Ortsvorsteher des D.R.B., Herr Franz Tatatzky und eine Reihe

 angesehener Persönlichkeiten des Stadt. von Ehrengästen, welche auch wertvolle Preise gestiftet haben, sowie hohe Offiziere der hiesigen Garnison.

Bereits um 6 (18) Uhr begann die Vorrunde des Radball-Turniers. Vier Vereinen: R.C. „Heil“ Charlottenburg gegen R.C. „Krampe“ Berlin, sowie R.V. „Hohenzollern“ Zehlendorf gegen R.K. „Zugvogel“ Luckenwalde.

Um 8(20) Uhr machte ein 6er Schulreigen die offizielle Eröffnung. Dann folgten die Wettkämpfe der Kunstradfahrer .

Einige Ergebnisse:

  1. 6er Schulreigen: 1. R.V. „Werder 1895“ vor  den „Märkischen Wanderfahrern“ Berlin.
  2. 8er Schulreigen: 1. R.K. „Freya“ Spandau, 2. R.V. „Blitz“ Rixdorf, 3. „Borussia“ Werder.
  3. 6er Kunstreigen: 1. R.V. „Blitz“ Rixdorf (Ehrenpreis der Brennabor-Werke), 2. R.V. „Zugvogel“ Luckenwalde, 3. R.V. „Brennabor“ Brandenburg,

Radballspiel: Gruppe A  1. R.C. „Krampe“ Berlin

                        Gruppe B 1. R.V. „Hohenzollern“ Berlin.

Die Siegerehrung mit Überreichung der wertvollen Preise durch Herrn Direktor Louis und Herrn Tatatzky erfolgte nachts um 1 Uhr. Daran an schloss sich ein festlicher Ball bis in die frühen Morgenstunden.

 

BA.,Nr.147,Do., 25.6.1908: Einweihung eines neuen Radfahrweges nach Plaue am 5. Juli 1908. Vorgesehen ist eine Korsofahrt mit Start am Alst. Markt (Sammelplatz) um 2 ½ Uhr. Die Fahrt nach Plaue wir von einem Musikwagen begleitet.

 

In Nr.156, Mon.,6. Juli 1908 wird berichtet, dass trotz des schlechten Wetters etwa 300 Radfahrer am Korso nach Plaue teilgenommen haben. Herr Direktor Louis vom Verein für Radfahrwege hielt eine launige Ansprache an der großen Kaffeetafel mit Musik. Die Veranstaltung endete mit einem schönen Ball.

 

BA.,Nr.151, Di., 30.6.1908: Radsport* Der Kaufmännische Radclub 1907 zu Brandenburg a.H. eröffnete am Sonntag seine diesjährige Radsaison mit einem 10 Kilometer-Rennen und zwar war die Strecke Radfahrereiche-Grüningen und zurück vorgesehen. Das Rennen verlief ohne jegliche Zwischenfälle, und es wurde die Strecke in der Zeit von 29 Min. 34 Sek. zurückgelegt. Am Abend fanden sich dann die Sportskameraden im Stadtpark zusammen, um den Siegern die wohlverdienten Preise zu überreichen.

 

In der gleichen Ausgabe: Vier  Meldungen von Berufsfahrern als Sieger auf Brennabor-Rädern (Hannover, Wien-Berlin, Breslau, Amsterdam).

 

BA.,Nr.170, 22.7.1908: Wieder 4 Meldungen aus Forst, Spandau, Antwerpen und Mailand über Siege auf  Brennabor-Rädern.

 

BA,Nr.176, Mi., 29.7.1908: Am Sonntag, 26.7. d. Jh. fand die Klubmeisterschaft des Kaufmännische Rad-Club 1907 über 50 km statt, welche in der Zeit von 1:42 Std zurückgelegt wurde. Als Erster ging M. Freitag durchs Ziel, dem Hermann Liebknecht dicht als Zweiter folgte, Dritter E. Eisenmenger.

 

Wieder vier Meldungen von Siegen auf Brennabor in Köln, Breslau (Brennabor Radfahrerverein „Brennabor“ 1904), Mastricht, Mailand, alle Räder blieben ohne Defekt.

 

Nr.179,1.8.08, 180,3.8.08,181, 4.8.08, 183, 6.8.08  KOPIEN

 

Nr:188, 12.8.08:  Vier Meldungen von Siegen auf Brennabor in Magdeburg, Antwerpen, Forst, Berlin

 

Nr.192, Mo., 17.8.1908: „Rund um Berlin“ Sieger Adolf Böhm 248,5 km in 9:09.39 Std. auf Brennabor.

In Nr. 193 Di.,18.8.08 nochmals über R.um B. Es waren 400 Fahrer am Start, Ziel in Kleinmachnow hatten sich tausende Zuschauer eingefunden. Platz 1, 5, 9, 12  auf Brennabor gefahren.

 

Weitere Meldungen Halle/s., Chemnitz, Köln, Paris Siege auf Brennabor

 

BA.,Nr.223,22.9.1908, 7 Meldungen von Siegen auf Brennabor in Halle/S., Forst, Magdeburg, Antwerpen, Münster, Treptow, Paris

 

BA.,Nr.228, Mo., 28.9.1908: Sportpark: Der Zweikampf Schadebrodt – Dubaschny, zu dem der Letztere herausgefordert hatte, konnte gestern nicht zur Entscheidung gelangen, da der Deutsch-Russe einen großen Motorschaden hatte. Schadebrodt fuhr daher Rekordzeiten und zwar eine Stunde in zwei Läufen je ½ Std. Sein schnelles Tempo ließ eine Verbesserung der besten Brandenburger Zeiten erwarten. Man hatte sich auch nicht getäuscht. Der Lokalmatador legte 57,400 km (28,400 und 29,000 km) zurück und schlug damit den alten Stundenrekord von 54,120 km.

 

Nr.229 29.9. 1908: Vier Meldungen Hannover-Straße, Paris, Steglitz und Zürich- Bahn und

Nr.236, 7.10.1908 4Vier Meldungen Treptow, Celle, Odessa und Paris  Siege auf Brennabor-Rädern.

 

                      1909

 

 BA.,Nr.44, Mo., 22.2.1909: Der Brandenburger Radfahrer-Verein „Brennabor 1891“ feierte am Sonnabend im geschmackvoll dekorierten Saale im „Konzerthaus“ sein 13. Winterfest zu dem ein zahlreiches Publikum erschienen war. Nach einem stimmungsvollen Prolog trat das bekannte  Kunstradsportler-Paar Paul und Else Groß auf. Beide führten erstaunliche Kunststücke solo und im Duett vor. Es waren teils halsbrecherische Tricks, die mit Schneid, Sicherheit und Eleganz ausgeführt wurden. Mitglieder des Vereins führten einen 8er- und 6er-Reigen vor und fanden damit einhellige Anerkennung. Dann folgte als Einlage ein Radballspiel, welches den Zuschauern viel Vergnügen bereitete.

Den Schluss bildete ein flotter Ball, der die Festteilnehmer noch lange vergnüglich zusammenhielt.

 

BA.,Nr.110, 2.5.1909: Lokales: Der Radsport steht wieder in voller Blüte. Vernünftig betrieben übt er eine anregende Wirkung auf die Herztätigkeit aus. Die Herzmuskulatur wird durch die rasche Bewegung in Tätigkeit versetzt, der Blutkreislauf erfährt eine Beschleunigung und darum muss auch das Zirkulieren unseres Lebenssaftes und die damit verbundene Arbeit des großen Pumpwerkes in unserem Inneren rascher vor sich gehen als sonst. Wer infolge von Blutarmut, sitzender Lebensweise oder aus irgendeinem anderen Grunde ein schwaches Herz hat, dem bietet das Radfahren die beste Gelegenheit, dieses Organ zu kräftigen, und so ist eine geregelte Ausübung des genannten Sports als einfaches Heilmittel nur zu empfehlen. Natürlich darf man nicht gleich zuerst ein „Kilometerfresser“ sein wollen, sondern muss sich öfter ausruhen, denn auch hier hat Arbeit mit Rast abzuwechseln. Wer Maß zu halten versteht, der wird nur die wohltuende Wirkung des Sports auf dein Herz und dadurch auf den gesamten Organismus verspüren und von allen schädlichen Nebeneinflüssen bewahrt bleiben.

 

BA., Nr.114/117/119, 17.5./21./24.5.1909: wieder Meldung über Siege auf Brennabor-Rädern

 

BA.,Nr.155, Di., 6.7.1909: Am letzten Sonntag wurde die Meisterschaft des Kaufmännischen Rad-Club 1907 Brandenburg a.d.Havel über 50 km ausgefahren. Der Sieger M. Freitag durchfuhr die Strecke in der sehr guten Zeit von 1:31 Min. Einige Minuten Später ging Paul Seyfarth als Zweiter durch Ziel. Dritter wurde Fritz Krause. Nicht platziert wurden 4 weitere Fahrer. Das Rennen war vom Wetter sehr begünstigt und verlief außer einigen Stürzen glatt.

 

BA.,Nr.158, 9.7.1909: Der Verein für Radfahrwege (e.V.) veranstaltet am Sonntagnachmittag 3 Uhr ein gemeinschaftliches Radfahren nach Plaue – Einweihung des 2. Teiles des Radweges. Ein Musikwagen führt den Zug an. Empfang in Plaue durch die dortigen Radfahrer, dann Kaffeetafel im "Stern".                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   

 BA.,Nr.209, 7.9.1909:  Beim Straßenrennen Berlin-Rathenow-Berlin über 225 km belegte Willy Kischkat-Berlin den 1. und Weber-Zehlendorf den 3. Platz. Beide auf altbewährten und zuverlässigen „Branda“ Freilaufnaben D.R.-No. 214328 mit Rücktrittsbremse. Fabrikation „Brandenburgia“ vormals Waßmuth & Eisenmenger Akt. Gesellschaft Brandenburg a.d.Havel.

                                                                                             

                           1910

 

Es brach wieder ein Konflikt zwischen VDR/BDR und UCI auf, der erst 1913 durch Einigung  beendet wurde.

.

BA.,Nr.55, Montag, 7.3.1910: Der Radfahrerverein „Brennabor“ hielt am Sonnabend sein 14. Winterfest im Konzerthaus ab. Zur Unterhaltung gab es zunächst Vorführungen im Kunst- und Reigenfahren. Auch der Meisterfahrer Deutschlands „Franz Kanis“ trat auf, allein und im Duett-Fahren mit Georg Jobel. Es folgte ein kurzes Radballspiel-Turnier, bei welchem der Radfahrer-Verein „Germania“ Schöneberg-Berlin als Sieger hervor ging. An diesem Abend gewann F. Kanis auch die Meisterschaft von Europa auf Grund der von Kampfrichtern sehr hoch bewerteten Leistung. Danach folgte ein festlicher Ball.

 

BA.,Nr.56, Di.,  8.3.1910: R.V. „Corona“ 1900 feierte wieder im Wilhelmspark unter großer Beteiligung sein Winterfest.

 

 

BA.,Nr.57, Mi., 9.3.1910: Der Verein für Radfahrwege hält diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung ab. Lichtbildervortrag von Herrn F. Nicolai zeigt 140 Bilder aus der Altmark. Als Fazit: Es sollen durch eifrige Agitation weitere Mitglieder gewonnen werden.

 

BA.,Nr.83, Mo., 11.4.1910: Meldung, dass Berufsfahrer welche Räder der Marke „Brennabor“ benutzen bereits mehr als 50 erste Preise in dieser Saison gewonnen haben. Zum Beispiel: Fritz Theile, Pschyrembel, R. Heinrich, K. Kablert.

 

BA.,Nr.100, Sa., 30.4.1910: Die Vereinigung Wilmersdorfer Straßenfahrer veranstaltet morgen eine „Jubiläumsfahrt Brandenburgia“. Die Strecke führt von Berlin Wannsee, Potsdam, Werder, Groß Kreutz nach Brandenburg und zurück. Es haben 60 Fahrer gemeldet, darunter auch mehrere bekannte Brandenburger. Start ist in Groß Lichterfelde bei Berlin um 9 Uhr. Kontrolle ist in Brandenburg, Potsdamer Chaussee im Restaurant „Radfahrer‘s Ruh“ Potsdamer Str. 41.

 

BA.,Nr.101, Mo., 2. 5.1910: Bericht vom Profi-Radrennen in Steglitz - Zehlendorf. Fritz Theile und R. Scheunemann gewannen auf „Brennabor“-Rädern. Das Renne Berlin-Görlitz über 230 km gewann F. Hauptmann auf „Brennabor“.

 

BA.,Nr.105, Sa., 7.5.1910: Generalversammlung der Brandenburger Feuerversicherungs-Gesellschaft auf Gegenseitigkeit zu Brandenburg an der Havel. Im Aufsichtsrat saß u.a. der Dachdeckermeister Herrmann Gräben (war auch Vors. der Brandenburger Touren- und Renfahrer-Clubs)

 

BA.,Nr.107, 10.5. 1910: Meldung um Gründung eines Brandenburger Automobil-Club

 

BA.,Nr.112, Di., 17.5.1910: Pfingsten im Sportpark an beiden Pfingsttagen auf  Bahn Rennen.  Die 250 km lange  Fernfahrt Berlin-Cottbus-Hoyerswerda-Dresden gewann Fr. Hauptmann und R. Heinrich siegte bei Köln-Neuß-Düsseldorf. Bei Bahnrennen siegte F. Theile und Sterba-Schmittchen im Tandem – alle auf Brennabor. Am 18.5.1910 werden weitere Siege auf der Bahn durch F. Theile und beim Straßenrennen Gelsenkirchen-Wesel-Gelsenkirchen gemeldet. Am 6.6.10 wieder Profi-Siege auf Brennabor Straße/Bahn F. Hauptmann, F. Theile.

 

BA.,Nr.185, Mi., 10.8. 1910: Radfahrweg durch Wilhelmsdorf wird angelegt

 

BA.,Nr.189, Mi., 19.8.1910: Sieg auf Brennabor bei Radfernfahrt Dresden-Jüterbog-Dresden

 

                        1911

  1. Deutscher Radfahrer-Bund, Ortsvertreter Franz Tatatzky
  2. Radfahrer-Verein „Corona“ 1900, Vors. Kaufmann Paul Seifert, Lokal Hotel „Drei Linden“
  3. Brandenburger Radfahrer-Verein von 1884, 1. Vors. Fabrikbesitzer K. Reichstein, 2. Vors. Ingenieur Ernst Louis, Lokal Cafe‘ Graf
  4. Brandenburger Touren-Radfahrer-Verein, Lokal Ressource
  5. Männer-Radfahrer-Verein (Mitglied des Arbeiter-Radfahrer-Bundes „Solidarität“, Vors. Alb. Behrendt, Lokal „Volksgarten“
  6. Radfahrer-Verein „Brennabor“ 1891, Vors. Werkmeister Joseph Kuhn, Lokal Schweizergarten, Sitzung jeden 1. Freitag im Monat
  7. Arbeiter-Radfahrer-Verein, Vors. R. Böhm, Lokal Volksgarten
  8. Radfahrer-Verein „Sturmvogel“, Vors. Versicherungsbeamter Karl Eimicke, Lokal „Hotel zum Schwan“
  9. Radfahrer- Verein „Wanderlust“, Vors. Franz Erix
  10. Rad-Klub „Gewerkverein“, Vors. Alb. Schönefeldt, Kassenwart E. Meinkwelt, Lokal „Elysium“
  11. Rad-Klub „Vorwärts“ 1887/99, Vors. Kaufmann E. Häuser, Ritterstr. 1, Lokal „Schweizer-garten“
  12. Verein für Radwege: 1. Vors. Prof. Dr. Mann, 2. Vors. Ingenieur Ernst Louis, Schatzmeister Buchdruckereibesitzer a.d. Alterthum, Zahlstelle Kaufmann Häuser, Ritterstr. 1, Vorstandssitzungen jeden 1. Mittwoch im Monat Cafe‘ Graf

 

Nr.57               8.3.1911 (Annonce als Kopie)

 

BA.,Nr.61,13.3.1911: Radfahrer-Verein Brennabor 1891 feierte im Schweizergarten sein 15 Winterfest. Die vielen erschienenen Gäste wurden durch ein umfangreiches Programm erfreut. Nach dem Prolog erfolgte das Begrüßungsfahren, bei welchem durch Mitglieder des Vereins exakte Reigen u.a. vorgeführt wurden. Der Kunstmeisterfahrer Schönemann erhielt für seine Darbietungen stürmischen Beifall. Dann folgten noch die Herren Gutschmidt und Siebke vom Caputher Radfahrer-Verein zeigten perfektes Kunstfahren im Duett. Dann folgte ein fesselndes Radballspiel ebenfalls von Mitgliedern des Vereins Der abschließende Ball hielt die Gäste noch lange beisammen. Der Verlauf des Festes stellte dem Verein ein gutes Zeugnis für seine sportlichen, wie gesellschaftliche Veranstaltungen aus,

 

Annoncen: Geschäft Steinstraße 4, Brennabor –Fahrräder- Kinderwagen – Sportwagen, Verkaufsstelle der Brennabor-Werke wurde ab 1911 von Carl Stahl als Inhaber gefühlt. (vorher Carl Voigt)

Kantona – Fahrräder: Corona-/Excelsior- Fahrräder zu Fabrikpreisen, Zubehör von R. Cantow, Steinstraße 39.

 

BA.,Nr.208,  5.9.1911: Straßenrennen  des Radfahrer-Vereins „Sturmvogel“. Der vor zwei Jahren neu gegründete R.-V. „Sturmvogel veranstaltete am Sonntag ein 100 km-Meisterschaftsfahren mit Vorgabe auf der Strecke Plaue-Wusterwitz-Ziesar-Görtzke-Wiesenburg-Belzig-Golzow-Brandenburg. Es hatten sich hierzu 10 Mitglieder gemeldet.

Als Erster ging Franz Fischer vom Mal (ohne Vg.) in 3 Std. 39 Min. 20 Sek. übers Band. Er gewann damit für 1911 die Meisterschaft. Zweiter wurde H. Mattig (24 Min. Vg.) in 4:10 Std., Dritter Gutschmidt (27 Vg.) 4:13 Std., Vierter Gräben (13 Vg.) 4:01 Std., Fünfter Oberländer (8 Vg.) 5:43 Std., Sechster Schwarz (7 Vg.) 5:37 Std., Siebter Brüse (6 Vg.) 5:39 Std. Die Fahrer Gierke, Fiedler und Kuligk hatten Defekt. Sie konnten in der vorgeschriebenen (Karrenz-)Zeit das Ziel nicht erreichen.

Die vorzügliche Leistung der ersten Fahrer gereichen dem jungen Radfahrer-Verein „Sturmvogel“ zur Ehre. Die Preisverteilung nebst anschließendem Kränzchen fanden unter großer Beteiligung der Mitglieder und Freunde bei H. Braune in  Möser statt. Die Teilnehmer blieben bis zum Schluss in fröhlicher Stimmung zusammen.

 

                           1912 

 

 BA.,Nr.194,Mo.19.8.1912: Die Vereinigung Brandenburger Rennfahrer 1910 hielt am gestrigen Sonntag ihr 100-Kilometer-Straßenrennen auf der Strecke Brandenburg-Ziesar-Belzig-Brandenburg ab. Sieger Dieses Rennens wurde Otto Köpp mit 3 Std. und 2 Min: Als Zweiter legte W. Tauchert die Strecke in 3:15 Min., als Dritter folgte Fr. Thiem in 3:15.1Std. Platz 4 bis 6 belegten Fr. Dornburg, H. Wilke und R. Stucke. Dann folgten in kurzen Abständen Gericke, Engel, Drange und Groth.

  

In diesem Jahrgang fanden sich kaum Berichte von Straßenrennen. Es existieren sehr viele  Annoncen im  BA., die eine große Aktivität einiger Vereine belegen, dabei auch welche, die durch Rennveranstaltungen nie in Erscheinung traten. Es waren wahrscheinlich Radfahrvereine, die das Radwandern auf ihre Fahne geschrieben hatte. Der Name Wanderlust ist da sicher ein Indiz!

Erstaunlich ist aber auch die Kilometerzahl, die auf den Touren ohne Gangschaltung und bei sicher nicht immer einfachen Wegeverhälnissen zurückgelegt worden sind. Der von Gustav Gräben ab 1909 geleitete Verein "Sturmvogel 09",  fällt durch viele Aktivitäten auf!

 

 

BA., Nr. 44,3.3.1912:            Rad-Klub „Gewerkverein“ feiert am Sonnabend, den 9.3.1912 abends

Um 8 ½ Uhr im Elysium unter Mitwirkung des R.-V. „Sturmvogel“,

bestehend in verschiedenen Kunst- und Schulreigen, Preisradball-

Wettspiele, Theater und anschließend Festball. Hierzu sind alle Gewerkvereinskollegen mit ihren werten Angehörigen, sowie alle Sportfreunde freundlichst eingeladen.

                                                                 Der Vorstand

 

BA.,Nr. 78, 3.4.11912:               Verein für Radwege e.V.:

Nur wer die rote Beitragsmarke mit

der Jahreszahl 1912 am Steuerrohr

seines Rades trägt, ist als unser

Mitglied kenntlich. Zahlstelle ist

bei Ernst Häuser, Ritterstraße 1.

                               

 BA.,Nr.81,6.4.1912:          Radfahrer-Verein Wanderlust

                                   Freitag: Jeserig, Abf. 7 Uhr v. Stern

                                   Sonnabend, abends 8 ½ Uhr: Versammlung im Helgoland

2. Feiertag vormittags 9 ½ Uhr, Kommers im Helgoland, Freibier

             Zu zahlreicher Beteiligung ladet ganz ergebenst ein

                         Der Vorstand

 

                                                              

BA.,Nr.82, 6.4.1912:                    Radfahrer-Verein „Sturmvogel“

1.Feiertag: Frühtour nach Neue Mühle, Malge

 Start   um 8 Uhr: Klublokal

          2.Feiertag: Lehnin, Start 2 Uhr Klublokal


BA.,Nr.86,12.4.1912:                   Radfahrer-Verein „Sturmvogel“

                     Sonntag: Genthin, Herrentour

                     Start  2 ½ Uhr Klublokal

 

BA.,Nr.93,20.4.1912:             Sportpark:

                                   Sonntag Unterhaltungskonzert

                                   Radfahrer-Verein Corona 1900

                                   Sonntag der 21.4 machmittags 2 ½ Uhr Anfahren

                                   Abends von 7 Uhr ist Kränzchen im Gartenlokal des Sportparks

 

BA.,Nr.98, 26.4.1912:           Radfahrer-Verein „Sturmvogel“

                                   Sonntag: Werder, Start  2 Uhr

                       

                                   R.-V. Brennabor 1891

                                   Klubtouren: Start Schweizergarten

                                   28.4. früh 9 Uhr: Werder

                                   5.5. nachmittags: 2 Uhr Wilhelmsdorf bei Rohmann

                                   11.5. nachmittags 2 Uhr: Gr. Wusterwitz bei Krüger.

                                   19.5. früh 7 Uhr: Jeserig bei Dähne

 

                                   Rad-Klub „Gewerkverein“

                                   Sonntag: Werder

 

BA.,Nr.10,30.4.1912:          Radfahrer-Verein „Sturmvogel“

                                   Sonntag den 5. Mai nachmittags 2 Uhr:

                                   „Frühjahrsrennen“. Meldung bis Freitag

                                   Abend bei Gustav Gräben und Fritz Brüse

 

 

BA.,Nr.108, 8.5.1912:        Radfahrer-Verein „Sturmvogel“

                                   Donnerstag: Abendtour Wilhelmsdorf Start 1/1 9 Uhr

                                   Sonntag: Caputh (Pflichttour) Start  2 Uhr:

                                  

BA.,Nr.110,10.5.1912:         Rad-Klub „Gewerkverein“

                                   Sonntag: Kl. Kreutz, Start 2 Uhr Elysium

 

BA.,Nr.111,11.5.1912:               R.-V. Brennabor 1891

                                   Sonntag, 12. Mai Straßenrennen

                                   Wilhelmsdorf – Ziesar - Wusterwitz

                                   verbunden mit Sommerfest und Tanz bei Mitglied

                                   Krüger, Start 2 Uhr Schweizergarten

 

                                  

Für Wiederverkäufer und Händler hochfeine Saure Gurken in verschiedenen

Preislagen, ebenso Aegypter Zwiebeln gibt billig ab:   Willy Lücke, Kolonial-

waren en gros, Neust. Markt 15.

Willy Lücke war auch eine zeitweise Pächter der Radrennbahn im Sportpark!

 

BA.,Nr. 114,15.Mai 1912:       Rad-Klub „Gewerkverein“

                                   Himmelsfahrtstage: Brielow 2 Uhr „Elysium“

                                   Sonntag: Wollin 2 Uhr „Elysium“

                                   Sonnabend 18. den Mts.: Versammlung 1/2 9 Uhr „Elysium“

                                  

 

                                   Radfahrer-Verein „Sturmvogel“

                                   Am Himmelsfahrtstage: Lehnin, Start ½ 3 Uhr

                                   Sonntag: Rundtour Görden, Bohnenland, Brielow

 

 

 

 

 

 

BA.,Nr.121, 24.5.1912:      R.-V. Brennabor 1891

                          1. Feiertag     ===Frühschoppen===

                                Bei Mitglied Thiede, Jahnstraße

 2. Juni nachmittags     2 Uhr:  Gränert

 9.         „                     1 Uhr:  Zitz, Rogäsen             

                                  15.       „                      5 Uhr: Luckenwalde

                                  23.       „                      2 Uhr: Gr. Wusterwitz b. Mitgl Kaiser

                                  30.       „                      2 Uhr: Klosterlehnin

 

                                 

BA.,Nr.121, 24.5.1912:      Rad-Klub „Gewerkverein“

                       1. Feiertag: Frühtour zur Silberquelle, Start: 5 Uhr „Elysium“

                       2. Feiertag: Wust  2 Uhr „Elysium“

 

 

                                   Radfahrer-Verein „Sturmvogel“

  1. Pfingstfeiertag: Nach Dessau (2 Tagesfahrt)

Start 4 Uhr morgens bei Kamerad Gräben, Steinstraße

  1. Feiertag: Dippmannsdorf, Start 2 Uhr am Klublokal Schultheiß

zwischen 5 und 6 Uhr

 

 

BA., Nr.127, 1.6.1912:                    R.-V. Brennabor 1891

      Sonntag, den 2. Juni, Gränert, Start 2 Uhr – Klubtour

      Verbunden mit Tanzkränzchen bei Mitglied Pohle.

      Für gute Musik, Kaffee und Kuchen ist bestens gesorgt,

      Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt.

 

BA.,Nr.132,7.6.1912:                      Rad-Klub „Gewerkverein“

                                              Sonntag: Frühtour  Fohrde, Start: 6 Uhr „Elysium“

                                              Die Rathenower Kollegen kommen

 

BA.,Nr.144,1.6.1912:                                   R.-V. Brennabor 1891

      Sonntag, den 23. Juni, nachmittags 2 Uhr – Klubtour

      Verbunden mit Tanzkränzchen

      bei Mitglied Dähne, Jeserig

 

BA.,Nr.150, 28.6.1912:

                                               Radfahrer-Verein „Sturmvogel“

                                              Sonntag, d. 30. Juni, nachmittags findet bei A. Braune

                                               In Möser die Preisverteilung unseres Clubnadel-Wander-

                                               Preis-Rennens statt, wozu wir unsere Mitglieder nebst

                                               Gästen freundlichst einladen.

 

BBA.,Nr.155,4.7.1912:                                

Radfahrer-Verein „Sturmvogel“

Heute Abend Mannschaftstraining, Werder

Klubtour Jeserig

 

BA.,Nr.156, 5.7.1912:                          Vereinigung Brandenburger Rennfahrer 1910           

                                         Sonnabend, den 6. Juli – Generalvollversammlung

                                         Restaurateur O. Trostdorf, Kurstraße 74

   Tagesordnung:

  1.  Ersatzwahl
  2. Besprechung über nächste Rennen
  3. Aufnahme neuer Mitglieder
  4. Verschiedenes

        Gäste  willkommen

                                            Der Vorstand

 

 

BA.,Nr.157,6.7.1912:                    Radfahrer-Verein „Sturmvogel“

  Heute Abend: Gartenfest „Viktoriagarten“

                                    Morgen nachmittags 2 ½ Uhr Fohrde.

 

BA.,Nr.161,11.7.1912:            Radfahrer-Verein „Sturmvogel“

                                      Heute Abend Mannschaftstraining, Werder

                                    Sonntag 1 Uhr Spandau

 

BA.,Nr.163  13.7.1912:             Radfahrer-Verein „Sturmvogel“

                                      Morgen Nachmittag gemütliches

                                      Beisammensein mit Tanz

                                      Bei Gastwirt Braune in Möser,

                                      wozu wir unsere Mitglieder und

                                      werten Gäste ergebenst einladen.

 

  Radrennklub „Echo“

                                      Veranstaltet am Sonntag, den 28. Juli

                                      Im Lokal zur Johannisburg, Klosterstarße 8,

                                     einen Familienabend, wozu die werten

                                     Mitglieder nebst Angehörigen, Freunde und Gönner

                                      Des Vereins herzlich eingeladen werden.

 

BA.,Nr.180,2.8.1912:            Radfahrer-Verein „Sturmvogel“

                                     Sonnabend, 3. August Braunschweig zum

                                     Bundesfest, Start 1 Uhr früh: Rathaus

 

 

BA.,Nr.182,4.8.1912             Radfahrer-Verein „Sturmvogel“

                                    Donnerstag 8. August, Buhnenhaus

 

BA.,Nr.186, 9.8.1912             R.-V. Brennabor 1891

                                     Klubtouren

                                    11.8. Früh 6 Uhr: Bohnenland

                                    18.8. Nachmittag 2 Uhr Gränert

                                    25.8.    Früh 5 Uhr Nauen

                                    1.9. Früh 7 Uhr: Magdeburg

 

  BA.,Nr.186, 9.8.1912        Radfahrer-Verein „Sturmvogel“

Sonnabend, 11.8. Rathenow, Start 8 ½   „Schultheitheiß“

Sonntag,     12.8. Rathenow, Start  2 ½   „Schultheitheiß“

 

BA.,Nr.187,10.8.1912:          Radfahrer-Verein „Sturmvogel“

                                    Für die nicht nach Rathenow mitfahrenden Mitglieder, Treffpunkt

                                    Sonntagnachmittag Möser bei A. Braune dort Tanzkränzchen

 

 

BA.,Nr.192,16.8.1912:                 Radrennclub „Echo“

                                     Veranstaltet am Sonntag, den 18. April ein

                                     Straßenrennen

                                     Brandenburg – Pritzerbe,  Start 10 Uhr vormittags

                                     Nachmittags

                                    ============Familienfeier=============

                                    Im Lokal „Zur Johannisburg“, Klosterstraße 8

                                    Wozu ergebenst einladet

                                                                       Der Vorstand

BA.,Nr.196, 21.8.1912:         Radfahrer-Verein „Sturmvogel“

                                   Donnerstag 2. August nach Fohrde,

                                   Start 8 ½ Uhr „Schultheiß“

 

BA., Nr.198,23.8.1912:         Rad-Klub „Gewerkverein“

                                   Sonntag, 25. d. Mts. Abends 6 Uhr

                                   Beim Klubfreund P. Mahlitz, Klosterstraße 8

                                  (Zur Johannisburg) großer Familienabend

                                   Gäste herzlich willkommen

 

                                   Radfahrer-Verein „Sturmvogel“

                                   Donnerstag, 29.8.: Jeserig,  Start 8 ½ Uhr

 

BA.,Nr.215, 7.9.1912:          Radfahrer-Verein „Sturmvogel“

                                   Sonntag, den 15. d. M. von 8 Uhr

                                   100 Kilometer-Meisterschaft

                                   Nachmittag bei Herrn Braune in Möser Preis-

                                   Verteilung mit Tanzkränzchen, wozu wir

                                   unsere Mitglieder nebst Gästen   freundlichst einladen.

 

 

                                                                               1913

BA.,Nr.120, 26.5.1913: Vereinigung Brandenburger Rennfahrer1910 hielt am Sonntag ihr Vorgaberennen auf der Strecke Kl. Kreutz-Weseram-Kl. Kreutz ab. Die Malleute konnten ihre Vorgaben nicht aufholen. Sieger blieb R. Dorenburg vor Köhne, Borchert, Muschert, Drange. F. Dorenburg und Kadisch. Nicht platziert blieben 7 Fahrer.

 

BA.,Nr.120, 26.5.1913: Die Vereinigung Brandenburger Rennfahrer 1910 hielt am gestrigen Sonntag ihr 60 km-Straßenrennen auf der Strecke Brandenburg-Nauen-Brandenburg ab. 17 Fahrer stellten sich dem Starter.

Sieger wurde R. Stucki mit 5 Längen Vorsprung vor Drange. Dritter wurde Borchert. Es folgten Dorenburg, Kabisch, Köhne, Janke, Jacob, Tauchert und Goldmann. Am Ziel fanden sich mehr als 500 Zuschauer ein.

 

BA.,Nr.142, 20.6.1913:   Annonce von V.-B. R. v.1910 Vorgaberennen mit Schrittmacher    am 21.6.13 über 30 km

 

BA.,Nr.145,Mi., 24.6.1913: Die Vereinigung Brandenburger Rennfahrer von 1910  hielt am Sonntag ein 30 km-Vorgabe-fahren ab, das folgendes                                                                             

Ergebnis:

1. W. Tauchert (4 Min. Vg.), 2. H. Kabisch (2, Vg.), 3. Fr. Thiem (3 ½, Vg.) 4. Isd. Borchert ( 1 Vg.) 5. R. Stucki, 6. Dorenburg (1 ½ Vg.). Nicht platziert waren 9 Fahrer.

  

Von 1913 existieren sehr viele  Annoncen im  BA., die eine große Aktivität einiger vereine belegen. Siehe dort:

 

                                              

                                                                                         1914

 

1914/15 Adressbuch Brandenburg u. Umgebung:

Deutscher Radfahrer-Bund, Ortsvertreter Franz Tatatzky, Auskunftsstelle für Radfahrer

Radfahrer-Verein „Corona“ 1900, Vors. Kaufmann Paul Seifert, Lokal Hotel „Drei Linden“

Brandenburger Radfahrer-Verein von 1884,1.Vors. Commercienrat K. Reichstein, Lokal Cafe‘ Graf

Brandenburger Touren-Radfahrer-Verein, Lokal Ressource

Arbeiter-Radfahrer-Bundes „Solidarität“, Vors. Hermann Dreibrodt, Lokal „Volksgarten“

Radfahrer-Verein „Brennabor“ 1891,Vors.Werkmeister Joph. Kuhn, Lokal „Konzerthaus“, Sitzung jeden 1. Freitag im Monat

Arbeiter-Radfahrer-Verein, Vors. R. Böhm, Lokal Volksgarten

Radfahrer-Verein „Sturmvogel“, Vors. Versicherungsbeamter Karl Eimicke, Lokal „Hotel zum Schwan“

Radfahrer- Verein „Wanderlust“, Vors. Franz Erix

Rad-Klub „Fortuna“, Zwenzners Restaurant

Rad-Klub „Gewerkverein“, Vors. Alb. Schönefeldt, Kassenwart E. Meinkwelt, Lokal „Elysium“

Rad-Klub „Vorwärts“ 1887/99, Vors. Kaufmann E. Häuser, Ritterstr. 1, Lokal „Schweizergarten“

Verein für Radwege: 1. Vors. Prof. Dr. Mann, 2. Vors. Rechtsanwalt Steffen, Schatzmeister Kaufmann  Häuser, Ritterstr. 1, Vorstandssitzungen jeden 1. Mittwoch im Monat Cafe‘ Graf    

 

 

 

Nr.95,  24.4.14           Radfahrer-Verein „Sturmvogel 1909“ (es folgen 3 Annoncen)

                                  Sonntag, den 26.März nachmittags 2 Uhr, Werder

Nr.102,2.5.14             Morgen Nachmittag 2 Uhr, Genthin, Abfahren der Rennstrecke

Nr.108,9.5.14             Morgen Nachmittag 2 Uhr Bensdorf Frühjahrsrennen und darauffolgend

                                   Preisverteilung und Tanzkränzchen bei Pohle, Gränert

                                   Gäste willkommen

Nr.113, 15.5.14           Heute Abend 8 ½ Uhr, Wilhelmsdorfer

                                    Sonntagnachmittag 2 ¼ Uhr Bezirksfahrt nach Milow (Pflichttour)

Nr.117, 20.5.14           Morgen Nachmittag 2 ½ Uhr Lehnin, Sonntagnachmittag 2 ¼ Uhr Golzow

Nr.125, 30.5.14           Morgen früh 4 Uhr, Havelberg – Perleberg, die 2. Abt. 7 Uhr ab Malge

           

Rad-Renn-Club Endspurt 1913 veranstaltet am Sonntag, den 14. Juni 1914 eine Zuverlässigkeitsfahrt über 100 km auf der Strecke Brandenburg-Loburg-Brandenburg. Start und Ziel am Kilometer 6,2 hinter Wilhelmsdorf morgens 7 Uhr. Preisverteilung findet abends im Saale des Klublokals bei Herrn Hermann Krüger, Neuendorfer Str. 82 statt.

                                                                                                                                                       Der Vorstand

 

Nr.138, 16.6.14             Radfahrer-Verein „Sturmvogel 1909“

                                      Heute Abend Grebs, unser Radrennen findet 8 Tage später am 28. Juni statt.

                                     Sonntag 21. Juni abfahren der Strecke

            27.6.14             Morgen Nachmittag Clubnadelrennen und darauffolgend Preisverteilung

                                     und Tanzkränzchen bei A. Küpper, Wusterwitz, Gäste herzlich willkommen

                                            

                                                                                           1915

BA.,Nr.80, 7.4.1915

Bericht über Rennen Berlin-Cottbus-Berlin. Sieger Böhm nach 8:18 Std. vor Hildebrandt und 28 Min. später Bauer 3.

Ansonsten sind die Zeitungen voller Kriegsmeldungen, Aufrufe zu Sammelaktionen und  Listen über gefallene Soldaten. Dazu die familiären Todesanzeigen mit dem Standard-Text: ….gefallen auf dem Feld der Ehre.

 

                                                                                         1918

                         

Keine Berichte oder sonstige Hinweise auf Radsport