Zeichnung  von   Willi Beyer, der 1996 mit 80 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstorben ist.

Radsport in  Brandenburg  nach  dem  II.  Welt- krieg

Auf den nächsten Seiten wird über die Ergebnisse im Straßenfahren von Sportlern, der  Sektion Radsport von Motor Süd, berichtet. Die Seiten tragen die Nachnamen der Fahrer, die in den  den Ergebislisten erwähnt wurden. Es werden immer die Titelseiten der Radsportzeitschriften abgebildet, in denen die Artikel mit den Ergebnissen abgedruckt waren.

Der Verein Ballsportclub (BSC) 05 Brandenburg wurde 1905 gegründet und hat inzwischen seinen runden  110 Jahren gebührend gefeiert. Aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg waren mir bisher keine sportlichen Aktivitäten der Radsportler in Brandenburg bekannt. Nach dem 2. Weltkrieg fiel mir der Name Ausgust Steguhn auf, der noch an einigen Senioren-Rennen teilnahm. Er war Schuster und wohnte in der Mühlentorstraße. Er engagierte sich in der Vereinsführung und war im fortgeschrittenen Alter noch viele Jahre  Kassierer der Vereinsbeiträge bei "Süd". Auch die Namen Otto Flügge und Heinz Glagow fand ich. Inzwischen hat sich der Schleier, welcher  über rund 50 Jahre Brandenbruger Radsportgeschichte vor 1945 liegt, durch viele Gespräche und das Durchstöbern von altem Bild-und Textquellen weiter gelichtet. Auf der  Seite "Historisches - Radsport in Brandenburg ab 1883" werden die bisherigen Erkenntnisse abgehandelt.

Eine besondere Erwähnung soll hier noch Rudi Kirchhoff finden. Der gebürtige Brandenburger und gelernte Bäcker, war ein Spitzenfahrerin der jungen DDR bis Ende der 50ziger Jahre. Er fuhr nach dem 2. Weltkrieg  aber nie für den Verein in seiner Heimatstadt Brandenburg, da er früh  den Polizeidienst in Berlin antrat.

Dort schloss er sich zunächst der RV Semper an und fuhr später für den SC Dynamo Berlin, den Club der Deutschen Volkspolizei. Er hat viele große Rennen gewonnen und war Teilnehmer der Friedensfahrt 1952. An ein DDR-Auswahlrennen 1951 in seiner Geburtsstadt soll hier erinnert werden.